Coronavirus-Pandemie
Spanien feiert Dreikönigstag – während Omikron dem Land neue Rekordinzidenzen beschert

Mit einer Parade feiern die Menschen in Pamplona die Heiligen Drei Könige. Die Sorge vor dem Coronavirus ist trotz hoher Zahlen gering.

© Alvaro Barrientos / DPA

von Leonie Scheuble
06.01.2022, 17:57 Uhr

In Spanien gehen die Coronavirus-Zahlen trotz hoher Impfquote durch die Decke. Doch während andere Länder längst die Notbremse ziehen, fährt die Regierung in Madrid einen „Augen zu und durch“-Kurs.

Dicht gedrängt jubeln die Menschen in Madrid der schillernden Parade zu. Prunkvoll geschmückte Wagen ziehen vorbei, Akrobaten in Glitzerkostümen zeigen ihre Shows und es fliegen Süßigkeiten in die Menge. In Spanien ist der Dreikönigstag wichtiger als Weihnachten – denn hier bringen die „Reyes Magos“, die Heiligen Drei Könige, die Geschenke. Während die traditionellen Umzüge, die sogenannten „cabalgatas“, im letzten Jahr wegen Corona abgesagt wurden, sind die Feierlichkeiten dieses Jahr in vollem Gange.

Dabei verzeichnet das Land mittlerweile die höchste Inzidenz in ganz Europa. Mitte Oktober betrug diese noch 18, inzwischen liegt sie bei 1348. Trotz der hohen Impfquote lässt die Omikron-Welle die Infektionszahlen senkrecht ansteigen. Die Lage in den Krankenhäusern habe man im Griff, betonen die Gesundheitsbehörden. Doch die Frage ist, wie lange noch.

Coronavirus-Rekordzahlen: Wie konnte es dazu kommen?

Die hoch ansteckende Omikron-Variante hat schnell Fuß gefasst. Am 13. Dezember meldete das Gesundheitsministerium gerade einmal 36 Fälle, aktuell sind bereits 43 Prozent der sequenzierten Proben auf die neue Variante zurückzuführen. Die Dunkelziffer liegt jedoch vermutlich deutlich höher, da das Land über die Feiertage weniger Proben ausgewertet hat. Hinzu kommt, dass viele Menschen Schnelltests nur zu Hause…