Eric Maxim Choupo-Moting war gerade einmal zehn Jahre alt, als Kamerun im Februar 2000 beim Turnier in Nigeria seinen dritten Titel beim Afrikanischen Nationen-Pokal gewann. Damals besiegten die „unzähmbaren Löwen“ Nigerias „Super Eagles“ im Elfmeterschießen. Schließlich durfte Kameruns Kapitän, der Ex-Bundesligaspieler Rigobert Song, den wichtigsten Fußballpokal Afrikas vor einer enttäuschten Gastgebernation in die Höhe stemmen.

„Es war ein großes Spiel. Ich erinnere mich, dass ich als kleiner Junge das Finale mit Samuel Eto’o auf unserer und Jay-Jay Okocha auf der anderen Seite gesehen habe“, sagte Choupo-Moting der DW im Juni 2021. „Das waren Spiele, die mich motiviert haben, für mein Land zu spielen, und es ist jetzt ein Traum, Kamerun zu vertreten.“

Choupo-Moting: „Eine Ehre“

Der 32-jährige Spieler des FC Bayern, der in Hamburg geboren wurde, ist einer der Stars der kamerunischen Mannschaft, die in diesem Monat auf heimischem Boden um den afrikanischen Titel kämpft. Bei der letzten Austragung der Meisterschaft im eigenen Land 1972 belegte Kamerun den vierten Platz. Seitdem hat das Land fünf AFCON-Titel errungen, in den kommenden Wochen könnte es den sechsten holen.

2017, beim Afrika-Cup in Gabun, holten die Kameruner zum bislang letzten Mal den Pokal

„Es ist eine Ehre, den Nationenpokal im eigenen Land zu spielen, das ist etwas Besonderes für die ganze Nation“, sagt Choupo-Moting, der den bislang letzten Triumph Kameruns 2017 in Gabun verpasste. „Wir wollen so weit wie möglich kommen, das ist klar.“

Turbulente Vorbereitung

Die Vorbereitungen Kameruns auf den AFCON verliefen allerdings alles andere als reibungslos. Das Land sollte das Turnier eigentlich bereits 2019 ausrichten, wurde aber letztlich nicht berücksichtigt, da das ursprüngliche Format mit 16 Mannschaften auf 24 Teams erweitert wurde. Das Land benötigte plötzlich zusätzliche Stadien, um die gewachsene Veranstaltung beherbergen zu können. Es kam zu Verzögerungen, was schließlich zur Folge…