Geld verdienen und dabei das Klima schützen – klingt gut, ist aber gar nicht so einfach. Die EU will Investments kennzeichnen. Doch für Anleger dürfte es nicht einfacher werden, «grüne» Produkte zu finden.

«Verantwortungsbewusst investieren», «Mit Geld die Welt gestalten», «Sparen mit gutem Gewissen» – eifrig bewerben Banken und Fondsgesellschaften den grünen Wandel.

Am Thema Klimaschutz kommt die Finanzbranche nicht mehr vorbei, immer mehr Anleger achten auf Kriterien wie Umwelt und Soziales. Das Problem: Oft ist auf den ersten Blick nicht erkennbar, wie «nachhaltig» derart angepriesene Produkte tatsächlich sind. Wie schwierig das Thema ist, zeigt die aktuelle Debatte über einen Vorstoß der EU-Kommission.

EU: Atom und Gas klimafreundlich

Dieser sieht vor, dass auch Investitionen in neue Gaskraftwerke insbesondere auf Wunsch Deutschlands übergangsweise als klimafreundlich eingestuft werden können. Zudem sollen Investitionen in neue Atomkraftwerke – unter anderem in Frankreich geplant – unter bestimmten Bedingungen als «grün» klassifiziert werden können. Kritiker befürchten, dass dadurch die sogenannte Klima-Taxonomie der EU Schaden nimmt. Diese Einstufung von Wirtschaftstätigkeiten soll mehr Geld in nachhaltige Technologien und Unternehmen lenken und so wesentlich zur Klimaneutralität Europas bis 2050 beitragen.

Heftige Kritik an Plänen

«Die deutsche Kreditwirtschaft unterstützt grundsätzlich die Idee der EU-Taxonomie», schreibt der Dachverband der fünf großen Bankenverbände in Deutschland. «Die zugrundeliegenden Kriterien müssen nachvollziehbar sowie praktikabel sein und auf Basis wissenschaftlicher Standards abgeleitet werden. Nur so kann eine glaubwürdige und akzeptierte Taxonomie erreicht werden.»

Genau das ist der Knackpunkt. Die geplante Berücksichtigung von…