Australian Open
„Die Pflicht , ihn auszubuhen“ – Australien tobt über Ausnahmegenehmigung für mutmaßlich ungeimpften Djokovic

Obwohl er offenbar ungeimpft ist, darf der Weltranglistenerste Novak Djokovic mittels einer Ausnahmegenehmigung an den Australian Open teilnehmen

© Paul Crock / AFP

Alle gegen einen: Ganz Australien, so hat es den Anschein, ist empört über die Ausnahmegenehmigung, die das Land für Novak Djokovic macht. Der Tennisstar darf zum Grand-Slam-Turnier in Melbourne einreisen, obwohl er mutmaßlich ungeimpft ist.

Mit Wut und Empörung ist in Australien die Ankündigung des Tennis-Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic aufgenommen worden, mithilfe einer Ausnahmegenehmigung bei den Australian Open anzutreten. In Medien und sozialen Netzwerken machten viele Menschen ihrem Ärger über die Entscheidung zugunsten des 20-fachen Grand-Slam-Turniersiegers Luft – der nun offenbar ohne die eigentlich vorgeschriebene Impfung gegen das Coronavirus ins Land darf. Ein User nannte Djokovics Teilnahme eine „Ohrfeige für alle Australier“ und sprach damit vielen Australiern aus der Seele. Der Sender „ABC“ sprach von „Zorn und Konfusion“ im ganzen Land.

„Es ist mir egal, wie gut er als Tennisspieler ist. Wenn er sich weigert, sich impfen zu lassen, sollte er nicht reingelassen werden“, betonte der prominente Arzt Stephen Parnis aus dem Bundesstaat Victoria. Die Ausnahmegenehmigung für den serbischen Tennisstar sei „eine erschreckende Botschaft“ an Millionen Australier.

„Djokovic ist nicht unverzichtbar“

Der Sportreporter Andy Maher aus Melbourne erklärte, selbst zahlreichen Australiern sei zwei Jahre lang eine solche Ausnahmegenehmigung zur Einreise in ihr Heimatland verweigert worden, „aber dieser Kerl – der sich angesichts des Coronavirus außergewöhnliche Freiheiten herausgenommen hat – bekommt seine Ausnahme“. Djokovic sei ein großartiger…