Corona-Pandemie
Fehlendes Personal, dichte Schulen: Die Omikronwelle stürzt die USA ins Chaos

New York, USA: Menschen stehen Schlange, um sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Jeder dritte Test fällt hier inzwischen positiv aus. 

von Leonie Scheuble
05.01.2022, 17:01 Uhr

Der Blick in die USA zeigt, was auf Europa angesichts der neuen Coronavirus-Welle zukommen könnte: Rekordinzidenzen, eine lahmgelegte Wirtschaft und eine neue Diskussion über geöffnete Schulen.

Während hierzulande die Corona-Zahlen gerade langsam zu steigen beginnen, ist die Welle in den Vereinigten Staaten bereits in vollem Gange. Am Montag meldete das Land erstmals mehr als eine Million Neuinfektionen binnen 24 Stunden – und knackt damit einen neuen weltweiten Rekord. Bereits am Sonntag warnte Chef-Virologe Anthony Fauci vor einer „fast senkrecht“ verlaufenden Ansteckungskurve. Laut Daten der Johns-Hopkins-Universität haben sich die Infektionszahlen durch die hoch infektiöse Omikron-Variante innerhalb von nur einer Woche verdoppelt. 

Doch Omikron sorgt nicht nur für Rekordinzidenzen, sondern stellt auch zunehmend andere Bereiche des öffentlichen Lebens auf den Kopf. So mussten beispielsweise tausende Flüge wegen der hohe Zahl an infizierten oder unter Quarantäne stehenden Mitarbeiter gecancelt werden. Auch kritische Institutionen des öffentlichen Dienstes, wie Krankenhäuser, Polizei und Feuerwehr, sind derzeit von akuten Personalausfällen betroffen.

Coronavirus-Epizentrum New York

Besonders verschärft hat sich die Lage in New York, das wieder einmal zum Epizentrum der Pandemie geworden ist. Inzwischen fällt hier jeder dritte Coronatest positiv aus. Eric Adams, der frischgebackene Bürgermeister der Stadt, hält jedoch einen weiteren Lockdown für genauso gefährlich wie das Virus selbst. „Wir haben elf Billionen Dollar für Covid ausgegeben und…