Pandemie-Business
Brillante Geschäftsidee – der Schüler Jake Slinn kauft herrenlose Schiffscontainer und wurde damit reich

Was passiert mir Container, die keiner haben will, fragte sich Jake Slinn.

© fotog, -Tetra-Images/ / Picture Alliance

von Gernot Kramper
04.01.2022, 17:20 Uhr

In der Pandemie stranden Tausende von Containern. Mit ihnen macht Jake Slinn sein Vermögen. Vor drei Jahren gründete er seine Firma im Schlafzimmer der Eltern mit 400 Pfund Kapital.

In der Pandemie blüht der Restpostenhandel. Firmen kaufen überschüssige Ware bei Händlern ein und verkaufen sie dann weiter. Sie profitieren von der Pandemie, die viele Einzelhändler zum Aufgeben zwang. Dazu gibt es einen wachsenden Markt herrenloser Container. Wegen der Pandemie und der Sperrung im Suezkanal kommt es zu den bekannten Stockungen in den weltweiten Nachschubketten. Das heißt auch, die ganze Welt ist voller Container, die nicht zu ihrem Empfänger kommen – oder zumindest nicht rechtzeitig.

Container kosten Geld 

Und diese Container werden zum Problem, denn in irgendeinem Container-Terminal auf der Welt stranden sie und kosten dann Geld. Wenn sich kein Eigner meldet, wollen die Besitzer der Anlagen diese tote Fracht, die ihren wertvollen Stauraum belegt, möglichst schnell loswerden.

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Und hier kommt der Brite Jake Slinn ins Spiel. Nach der Schule, mit 19 Jahren, suchte er eine Beschäftigung und hat „JS Global Cargo & Freight Disposal“ gegründet – der imposante Name täuschte darüber hinweg, dass die Firma in einer Ecke des elterlichen Schlafzimmers residierte. Sein Startkapital belief sich auf 400 Pfund. Damit begann Slinn den Inhalt unerwünschter Frachtcontainer aufzukaufen und weiterzuverkaufen. Oder, wenn das nicht geht,…