Verkehr
Künftige Kaufanreize für E-Autos

Ein Elektrofahrzeug wird an einer Stromtankstelle auf einem Pendler-Parkplatz am Bahnhof in Wickede aufgeladen. Foto: Andreas Dunker/dpa

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Verlockende Kaufprämien haben den Markt für E-Autos in Deutschland inzwischen merklich auf Touren gebracht. Aber passt die Förderung so noch für die nächsten Klimaschutz-Etappen? Die Debatte ist eröffnet.

Elektroautos soll es auf deutschen Straßen noch viel mehr geben – und das auch weiterhin mit finanziellem Anschub vom Staat.

Doch die neue Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Grünen will der Förderung bald eine stärkere Klimaschutz-Ausrichtung verpassen. Die Verbraucherzentralen fordern deutlich gezieltere Kaufanreize. «Ich würde die Bundesregierung hier zu einem klaren Schnitt ermutigen», sagte der Chef des Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur. Auch beim Stromlade-Netz soll sich noch mehr tun.

Müller sagte: «Man muss nicht jedes Luxusauto von Seiten des Staates subventionieren, selbst wenn es ein Elektroauto ist.» Kaufprämien sollte es nur noch bei Listenpreisen unter 40.000 Euro geben – bisher gilt eine Obergrenze von 65.000 Euro für das Basismodell. «Wir brauchen dringend einen funktionierenden Gebrauchtwagenmarkt für Elektroautos», erläuterte der Verbraucherschützer. «Und das sollten vor allem die kleineren und mittleren Autos sein.» Darauf seien viele angewiesen, die sich keine Neuwagen kaufen könnten oder wollten.

Der Zustand der Batterien sei da aber ein wichtiger Punkt mit Blick auf mögliche Folgekosten, heißt es in einem vzbv-Positionspapier. Gebrauchtwagen-Käufer müssten deswegen zuverlässige, standardisierte Informationen zum «Gesundheitszustand» der Batterie erhalten. Um Vertrauen in gebrauchte E-Autos zu stärken, könnten die Kosten für die Prüfung von Batterien auch bezuschusst…