Rund 10.000 Menschen haben in Amsterdam bei einer verbotenen Demonstration gegen die Corona-Politik der niederländischen Regierung protestiert. Die Polizei löste die Kundgebung vor dem Rijksmuseum auf, es kam zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. 30 Teilnehmer seien festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Ihnen werde unter anderem Störung der öffentlichen Ordnung, Misshandlung oder unerlaubter Waffenbesitz vorgeworfen.

Polizei setzt Pferde und Hunde ein

Vier Beamte wurden verletzt, als mehrere Demonstranten versuchten, eine Blockade der Bereitschaftspolizei unweit des Museumsplatzes zu durchbrechen. Videoaufnahmen zeigen, wie Polizisten mit Schlagstöcken gegen eine Gruppe von Frauen und Männern vorgingen. Gegen Demonstranten, die sich weigerten, den Platz zu verlassen seien Polizisten auf Pferden vorgegangen, teilten die Behörden mit. Es seien auch Polizeihunde eingesetzt worden.

Die Auseinandersetzungen hatten am Sonntagnachmittag auf dem zentralen Platz vor dem Rijksmuseum begonnen, wo sich nach Angaben der Stadtverwaltung nahezu 10.000 Menschen an der verbotenen Kundgebung beteiligten. Eine Gruppe von ganz in Weiß gekleideten Personen skandierte den Slogan „Dies ist hier keine Diktatur“. Amsterdams Bürgermeisterin Femke Halsema von der Partei GroenLinks (GrünLinks) ordnete die Räumung des von Hundertschaften der Bereitschaftspolizei umstellten Areals an.

Vier verletzte Beamte, mindestens 30 Festnahmen

Wie die Nachrichtenagentur ANP berichtete, zogen die meisten Demonstranten daraufhin durch Teile der Innenstadt zum Westerpark-Viertel. Dort nahmen viele von ihnen an einer genehmigten Kundgebung der rechtspopulistischen Partei Forum für Demokratie teil. Später zogen mehrere Hundert Menschen zurück zum Museumsplatz. Den Angaben zufolge verließen sie ihn friedlich nach ihrer Zusammenkunft, die die Organisatoren als gemeinsames „Kaffeetrinken“ bezeichneten.

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