Atomwaffensperrvertrag
Seltene Einigkeit: Russland, China und westliche Atommächte lehnen Weiterverbreitung von Kernwaffen ab

Teststart einer neuen Sarmat-Interkontinentalrakete in Russland (Archivbild)

© RU-RTR Russian Television/AP/dpa-Bildfunk / DPA

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen sind, gelinde gesagt, angespannt. Auch China und die USA sind sich derzeit nicht grün. Umso erstaunlicher ist die Einigkeit der Mächte in Bezug auf Nuklearwaffen.

Selten zeigten sich Atommächte so geschlossen. „Wir glauben zutiefst, dass eine weitere Ausbreitung solcher Waffen verhindert werden muss“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der fünf Atommächte USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien. Russland äußerte inmitten der Ukraine-Krise die Hoffnung, dass die gemeinsame Erklärung internationale Spannungen verringere.

„Ein Atomkrieg kann nicht gewonnen werden und darf nie geführt werden“, erklärten die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates. Solch eine gemeinsame Erklärung ist selten. Sie erfolgte nun vor einer Konferenz zur Prüfung des Atomwaffensperrvertrags, die in diesem Jahr stattfinden soll und von Frankreich koordiniert wird.

Russland habe sich „äußerst aktiv“ beteiligt

Die Beziehungen zwischen Russland und den USA sowie anderen westlichen Staaten sind derzeit wegen der Ukraine-Krise äußerst angespannt. Die russische Regierung erklärte am Montag, dass die gemeinsame Erklärung der UN-Vetomächte zu Atomwaffen auf ihre Initiative „und unter äußerst aktiver Beteiligung“ Russlands zustande gekommen sei. Sie äußerte die Hoffnung, dass sie zur weltweiten Entspannung beitrage. 

„Wir hoffen, dass unter den derzeitigen schwierigen Bedingungen der internationalen Sicherheit die Billigung einer solchen politischen Stellungnahme dabei helfen…