Nach Zahlungsschwierigkeiten
Evergrande-Aktien vom Handel ausgesetzt

Eine Aufsichtsperson steht neben einer Karte in Peking, auf der die Evergrande-Entwicklungsprojekte abgebildet sind. Foto: Andy Wong/AP/dpa

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Mehrfach konnte der hochverschuldete Immobilienentwickler in den vergangenen Monaten eine Pleite nur knapp abwenden. Nun hat sich die Lage für Evergrande erneut zugespitzt.

Die Aktien des hochverschuldeten chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande sind am Montag vom Handel an der Hongkonger Börse ausgesetzt worden. Dies teilte die Börse ohne weitere Angabe von Gründen mit.

Evergrande hat Schulden von mehr als 300 Milliarden US-Dollar (266 Mrd Euro) angehäuft, zumeist unter heimischen Investoren. Der Aktienkurs des Immobilienentwicklers war im vergangenen Jahr um nahezu 90 Prozent eingebrochen.

Schon seit geraumer Zeit gibt es Sorgen um die Zahlungsfähigkeit von Evergrande. Für das Unternehmen standen etwa vergangenen Dienstag Zinszahlungen auf ausländische Anleihen in Höhe von 255 Millionen US-Dollar aus, wobei noch eine marktübliche Nachfrist gilt.

Laut chinesischen Berichten vom Samstag wurde Evergrande zudem von den Behörden angewiesen, ein riesiges Wohnprojekt mit insgesamt 39 Apartmentgebäuden auf der südchinesischen Insel Hainan innerhalb von zehn Tagen abzureißen. Das Immobilienprojekt, das sich auf einer Gesamtfläche von knapp 435.000 Quadratmetern erstrecken soll, wurde demnach illegal errichtet.

Zuletzt stufte neben Fitch auch Standard & Poor’s (S&P) als zweite internationale Rating-Agentur die Kreditwürdigkeit von Evergrande herunter – auf Kreditausfall in einigen Bereichen und damit eine Stufe vor dem kompletten Zahlungsausfall. Kurz zuvor hatte der Immobilienentwickler mit Sitz in Shenzhen selbst eine Warnung herausgegeben, dass man bei der…