Das israelische Gesundheitsministerium teilte mit, Regierungschef Naftali Bennett habe mit den zuständigen Ministern für Äußeres, Inneres, Gesundheit, Tourismus und Transport vereinbart, die Corona-Einreisebeschränkung für geimpfte Touristen aufzuheben.

Allerdings gelte die Erlaubnis nur für Einreisende aus Ländern, die nicht als Hochrisikogebiet eingestuft sind. Nach der Ankunft in Israel müssen alle ankommenden Touristen für 24 Stunden oder bis zum Erhalt eines negativen PCR-Tests in Quarantäne.

In Israel gelten als vollständig geimpft nur Menschen, bei denen nicht mehr als sechs Monate seit der zweiten Spritze vergangen sind, oder Menschen mit Booster-Impfung zur Auffrischung des Impfschutzes. Die Einreise ist auch für Genesene erlaubt.

Angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus hatte Israel Ende November wieder Einreisebeschränkungen für Ausländer verhängt. Diese sind jedoch nach Expertenansicht nicht mehr hilfreich, weil sich Omikron inzwischen auch innerhalb Israels stark ausbreitet.

Israel startet Viert-Impfungen

Israel hat mit der Verabreichung einer vierten Corona-Impfdosis an alle Einwohner über 60 Jahren begonnen. Angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante hatte Ministerpräsident Bennett kurz zuvor bekannt gegeben, dass ab sofort alle über 60-Jährigen sowie das gesamte medizinische Personal Anspruch auf eine vierte Impfdosis haben, sofern die dritte Impfung mehr als vier Monate zurückliegt. „Die Omikron-Welle ist hier und wir müssen uns schützen“, sagte Premier Bennett.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel stieg zuletzt binnen 24 Stunden um 50 Prozent. Die Zahl der an einem Tag neu gemeldeten Corona-Fälle liegt erstmals seit September wieder bei mehr als 6500.

Nur rund 60 Prozent der 9,4 Millionen Israelis gelten noch als vollständig geimpft. 31 Prozent der Bevölkerung sind gar nicht geimpft, bei neun Prozent ist die Gültigkeit der Impfung abgelaufen.

qu/uh (dpa, afp)