20 Millionen US-Dollar Ablöse – eine so große Summe ist zuvor noch nie aus der Bundesliga an einen Klub der Major League Soccer (MLS) bezahlt worden. Umgerechnet sind das 17,6 Millionen Euro, ein stolzer Betrag für einen erst 18-jährigen Spieler, ein stolzer Betrag auch für den eher „kleinen“ FC Augsburg. Dennoch war Ricardo Pepi dem FCA die Rekordsumme wert, schließlich ist der Angreifer nicht irgendein Talent, sondern der derzeit beste Nachwuchsspieler der USA. Für Augsburg soll er zwei Zwecke erfüllen: Tore schießen für den Klassenerhalt und gleichzeitig die Eintrittskarte sein für den interessanten US-Markt.

Pepi hat seit seinem Debüt 2019 in 55 MLS-Spielen 15 Tore erzielt. Er wird am 9. Januar 19 Jahre alt und gilt als einer der vielversprechendsten jungen Amerikaner. In der Bundesliga möchte er in die Fußstapfen von Christian Pulisic, Gio Reyna, Tyler Adams, Weston McKennie und anderen US-Spielern treten, die sich in Deutschland einen Namen gemacht haben.

Die an den FC Dallas gezahlte Ablösesumme ist nicht nur die höchste aus Deutschland, sondern auch die zweithöchste, die je ein MLS-Klub für einen Spieler erhalten hat. Der Rekord liegt bei 24 Millionen Euro, die Newcastle United vor drei Jahren für den Paraguayer Miguel Almiron von Atlanta United gezahlt hat.

Gegen Wolfsburg und den FC Bayern

Dass Pepi eine solche Summe erzielt, verwundert nicht, wer sie letztendlich zahlen darf dagegen schon. Denn die Torgefährlichkeit und das Potenzial des Youngsters, sich zu einem internationalen Elitestürmer zu entwickeln, hatte auch andere – deutlich potentere – Vereine als den FCA auf ihn aufmerksam gemacht.

So stand Pepi beim VfL Wolfsburg auf dem Zettel, auch beim FC Bayern, dem Partnerklub des FC Dallas, kennt man Pepi und hat ihm bereits ein Probetraining angeboten. Allerdings scheute man in München offenbar eine Investition von über 15 Millionen Euro. Mit Real Madrid und Ajax Amsterdam sollen auch andere europäische Topklubs interessiert gewesen sein.