Private Haushalte
DZ Bank: Geldvermögen hat 2021 weiteres Rekordhoch erreicht

Das Geldvermögen wächst in Deutschland – in den letzten zwei Jahren sogar extrem. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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Ein erneuter flächendeckender Lockdown ist Deutschland erspart geblieben. Dennoch geben die Menschen ihr Geld nicht mit vollen Händen aus. Das Geldvermögen wächst.

Viele Menschen in Deutschland haben 2021 ihr Vermögen weiter gemehrt. In Summe sind die privaten Haushalte so reich wie nie, wie die DZ Bank berechnet hat.

Demnach dürfte ihr Geldvermögen im abgelaufenen Jahr um mehr als sieben Prozent auf den Rekordwert von fast 7,7 Billionen Euro zugelegt haben.

Offizielle Zahlen der Deutschen Bundesbank dazu werden im Frühjahr erwartet. Berücksichtigt werden in diesen Auswertungen Bargeld und Bankeinlagen, Wertpapiere wie Aktien und Fonds sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen. Über die Verteilung der Vermögen machen weder die DZ Bank noch die Bundesbank Angaben.

„Extrem hohe Ersparnis“

«Hauptantriebsmotor für den Vermögensaufbau war die zwar leicht gesunkene, im historischen Vergleich aber erneut extrem hohe Ersparnis», erklärte DZ-Bank-Ökonom Michael Stappel. Er geht davon aus, dass die Sparquote 2021 mit über 15 Prozent erneut vergleichsweise hoch war. Je 100 Euro verfügbarem Einkommen hätten die privaten Haushalte dann 15 Euro auf die hohe Kante gelegt.

Die Deutschen haben also weiter gespart wie die Weltmeister – auch wenn die Sparquote wieder etwas gesunken ist. Im Krisenjahr 2020 war die Quote auf den Rekordwert von 16,1 Prozent geschnellt. Aus Sorge vor Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit infolge der Pandemie hatten sich viele Menschen mit Anschaffungen zurückgehalten, zudem wurden Reisen storniert, vorübergehende Schließungen…