Fitnessbranche
Fitnessstudios bangen wegen Corona um Jahresstart

Für die gesamte Fitnessbranche ist der Jahresauftakt die wichtigste Zeit. Foto: Oliver Dietze/dpa

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Keine Saison ist für Fitnessstudios so wichtig wie der Jahresbeginn. Dann werben sie viele Leute an, die mit guten Vorsätzen Kilos loswerden wollen. Doch die Branche fürchtet erneut um ihr Geschäft.

Im zweiten Corona-Winter bangen viele Fitnessstudios in Deutschland erneut um ihr Geschäft. Zwar gilt nun kein harter Lockdown mehr, doch wegen strenger Vorschriften fürchtet die Branche zum wegweisenden Jahresbeginn um den Zuwachs neuer Mitglieder.

«2G-plus-Vorschriften haben signifikante Auswirkungen auf die Neuanmeldungen», sagt Ralph Scholz, Vorsitzender des Deutschen Industrieverbands für Fitness und Gesundheit (DIFG). Vielen Menschen sei es zu aufwendig, zusätzlich zu einem Impf- oder Genesenennachweis einen aktuellen Test vorzulegen («2G plus»). «Dort wo die Regel eingeführt wurde, ist das Neugeschäft fast komplett weggebrochen.»

Viele Neuanmeldungen

Der Jahresauftakt ist die wichtigste Zeit für Fitnessstudios – dann haben viele Menschen nach der Völlerei an Weihnachten gute Vorsätze. Im ersten Quartal erzielen Fitnessstudios laut dem Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV) üblicherweise ein Drittel der Neuanmeldungen eines Jahres.

«Mit der Omikron-Variante dürfte das erste Quartal mindestens so schlimm werden wie vergangenes Jahr», fürchtet Scholz. Waren damals die Fitnessstudios im Lockdown geschlossen, laufen jetzt im Betrieb die Kosten voll weiter. «Betreiber haben wieder Existenzsorgen.» Angesichts von Kündigungen brauche die Branche 15 bis 20 Prozent Neuanmeldungen, um das Niveau an Mitgliedern zu halten, sagt Scholz.

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