Betroffen sind die Wahlkreisbüros von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und des sächsischen Bundestagsabgeordneten Marco Wanderwitz. Der CDU-Politiker war bis zum jüngsten Regierungswechsel Ostbeauftragter der Bundesregierung. An den beiden Büros in Köln und Zwönitz gingen Scheiben zu Bruch, Menschen wurden nicht verletzt.

Politiker mehrerer Parteien solidarisierten sich nach der mutmaßlichen Pyrotechnik-Attacke im sächsischen Zwönitz mit dem Betroffenen. Wanderwitz‘ Amtsnachfolger Carsten Schneider (SPD) schrieb auf Twitter, der Anschlag sei „ein weiterer Beleg für die Radikalisierung und Enthemmung von Teilen der Bevölkerung“. Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner twitterte: „Volle Solidarität mit dem Kollegen Marco Wanderwitz. Gewalt hat in der demokratischen Auseinandersetzung keinen Platz.“

… die Bilder gleichen sich, geborstene Scheibe am Büro von Bundesgesundheitsminister Lauterbach

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak betonte: „Es gibt keine Rechtfertigung dafür. Dieser Anschlag ist keine Form von Protest, sondern einfach nur kriminell.“ Der Linkspartei-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Dietmar Bartsch, betonte: „Das ist und bleibt irre und gehört konsequent verfolgt.“

Wanderwitz und Lauterbach melden sich zu Wort

Wanderwitz warnte in den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vor einer Eskalation der Gewalt im Zusammenhang mit den Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Sachsen. Die rechtsextremen „Freien Sachsen“, aber auch NPD und AfD, vergifteten seit Monaten die Gesellschaft im Freistaat. Dies geschehe „mittlerweile hemmungslos, weil man sich breit unterstützt wägt“. Gewalt und Drohungen seien an der Tagesordnung.

Wanderwitz warnt vor einer Eskalation der Gewalt im Zusammenhang mit den Protesten gegen Corona-Regeln

Bundesgesundheitsminister Lauterbach sagte der Deutschen Presse-Agentur, wegen vorangegangener Sachbeschädigungen mit Parolen und entsprechender Drohmails gehe er davon aus, dass die erneute Attacke auf…