Sehen Sie im Video: 2000 Jahre alter Dolch gibt Hinweise auf vergessenen Kampf zwischen Römern und Rätern.

Ein Hobbyarchäologe hat mit einem Metalldetektor einen mehr als 2000 Jahre alten Dolch gefunden. Mit dem Fund im Jahr 2019 löste der angehende Zahnarzt Lucas Schmid eine neue Forschungsinitiative aus. Wissenschaftler gewannen spannende neue Einblicke in das Gebiet in Graubünden in der Schweiz. Der Dolch besteht aus Messing und Silber und stammt vermutlich aus der Zeit zwischen 15 und 40 vor Christus – nach einer Röntgenaufnahme und anschließender Restauration wird an seinem Griff eine feine Verzierung sichtbar. Der römische Dolch ist laut Forschern in beeindruckend gutem Zustand. Schmid übergibt ihn dem Archäologischen Dienst Graubünden. Forscherteams beginnen das Gebiet in den Bergen um Tiefencastle genau zu untersuchen. Sie entdecken viele weitere römische und rätische Artefakte. Nach Angaben des SRF sind darunter Schuhnägel, Münzen, Schleuderbeile und auch Teile eines Schildes. Die Räter waren ein Volk, das vermutlich ab etwa 400 vor Christus in den mittleren Alpen lebte. Im ersten Jahrhundert vor Christus wurden sie von den Römern ins römische Reich eingegliedert. Die Fundstücke scheinen Hinweise auf  diese Zeit zu geben: «Es sieht so aus, dass sich Einheimische verschanzt haben und von den Römern mit Schleuderblei und Katapulten beschossen wurden», sagt Peter Schwarz, Professor für Provinzialrömische Archäologie an der Universität Basel und Mitglied des Forschungsteams gegenüber dem SRF. Die gefundenen Objekte werden nun vom ADG in den kommenden Jahren ausgewertet. Im Jahr 2025 sollen die Ergebnisse veröffentlicht und die Funde ausgestellt werden.

Quellen: SRF Yahoo News 
Auf dem Youtube-Kanal des Kanton Graubünden können Sie eine Dokumentation über die Aufarbeitung und Restauration des Dolches