Die Hoffnungen auf den nächsten deutschen Tournee-Sieger nach Sven Hannawald sind schon nach zwei von vier Springen erloschen. Zwar glänzte Markus Eisenbichler mit Platz 2 hinter dem Gesamtführenden Ryoyu Kobayashi, doch der große Hoffnungsträger Karl Geiger konnte beim 100. Neujahrsspringen in Garmisch mit schwachen Sprüngen über 130 und 127,5 Meter nicht überzeugen. 

Geiger, der die Hoffnungen auf einen Tourneesieg als Sechster des Gesamtklassements schon vor dem dritten Springen in Innsbruck aufgeben muss sagte im ZDF, er sei „stinksauer“. „Ich hätte es besser machen können. Die Grundstimmung ist ’sauer‘.“  Allerdings betonte der enttäuschte Tages-Siebte auch seine Freude über den Erfolg des vor der Tournee formschwachen Teamkollegen Markus Eisenbichler. „Ich bin froh, dass der ‚Eisei‘ heute noch einen starken Wettkampf geliefert hat.“ 

Eisenbichler knapp am Sieg vorbei 

Eisenbichler belegte einen Tag nach seinem Sieg in der Qualifikation den zweiten Platz und stellte mit Sprüngen über 141 und 143,5 Meter seine stark aufsteigende Formkurve unter Beweis. 0,2 Punkte machten am Ende den Unterschied zum Tagessieger Ryoyu Kobayashi aus Japan. Der Tourneesieger von 2019 flog beim Neujahrsspringen 143 und 135,5 Meter und besiegte damit wie bereits beim ersten Tourneespringen in Oberstdorf die Konkurrenz. Das Podium komplettierte Lovro Kos aus Slowenien.

Nur 0,2 Punkte fehlten Markus Eisenbichler auf Tagessieger Ryoyu Kobayashi

„Telemark habe ich mich nicht getraut, da unten habe ich keine Linie mehr gesehen“, sagte der gelöste wirkende Eisenbichler im ZDF: „Aber ich bin zufrieden, voll geil.“ Im zweiten Durchgang flog „Eisei“ auf 143,5 m und blieb damit nur einen halben Meter hinter dem Schanzenrekord. „Gratulation, das war ein toller Wettkampf von ihm. Markus hat den zweiten Platz gewonnen heute. Kobayashi war extrem gut“, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher.

„Karl hat ein bisschen Pech gehabt heute mit den Bedingungen. Aber die Sprünge waren eben…