Bereits zum 70. Mal stürzen sich zur Jahreswende wieder Skispringer die Schanzen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen hinunter. Auch wenn, wie im Vorjahr, coronabedingt keine Zuschauer zugelassen sind, zählt die Vierschanzentournee zu den beliebtesten und prestigeträchtigsten Skisprung-Events der Welt.

Doch auch nach 70 Jahren gilt die volle Aufmerksamkeit den Männern, den Skispringerinnen bleibt wieder einmal nur ein Platz neben der Schanze. Denn nach wie vor stehen die Frauen im Schatten der Männer, dabei sollte sich das doch schon längst geändert haben.“Früher oder später“ werde eine Vierschanzentournee der Frauen „ganz sicher kommen“, versicherte der damalige Chef der Vierschanzentournee Johann Pichler vor rund einem Jahr, „weil das Niveau auch dermaßen hoch ist und die Mädels es verdient hätten, ihr Können vor einer dementsprechenden Kulisse zu zeigen“.

Es fehlt immer noch ein Konzept

Doch auch bei den Springen in diesem Winter ist die Tournee nur den Männern vorbehalten. Es fehle nach wie vor ein Konzept für eine Vierschanzentournee der Frauen, so Peter Kruijer.

Chef der Vierschanzentournee: Peter Kruijer

„Ich kann nur sagen: Wir arbeiten wirklich daran.“ Zu den konkreten Planungen wollte sich der amtierende Tourneepräsident auf Nachfrage der ARD-Sportschau aber nicht äußern: „Ein Konzept für eine Vierschanzentournee der Frauen muss in allen Details durchdacht sein und mit sämtlichen Parteien abgestimmt werden. Erst wenn diese Hausaufgaben gemacht sind, können wir über unsere Ideen sprechen.“

Auch wenn diese Äußerungen den Kritikern recht bekannt vorkommen dürften, ganz konzeptlos scheinen die Veranstalter nicht zu sein. Immerhin wollen laut Kruijer alle „vier Tournee-Orte die Frauen-Vierschanzentournee haben“. Es gebe einen einstimmigen Beschluss, dass man möglichst bald damit starten könne, sagte Kruijer der Deutschen Presse-Agentur. Den Skispringerinnen geht das jedoch zu langsam. „Es wurde schon immer viel…