Mindestens einmal im Jahr schafft es Samoa in die Schlagzeilen der Weltpresse. Der Inselstaat in Polynesien, dessen Staatsoberhaupt O le Ao O le Malo Va’aletoa Sualauvi II. seltener als viele seiner Kollegen von den Nachrichtenagenturen erwähnt wird, weiß, was er den übrigen Erdenbewohnern an diesem Tag schuldig ist.

Weil die parlamentarische Republik – ebenso wie Kiribati und das Königreich Tonga – im Südpazifik dicht an der Datumsgrenze liegt, die in der Nähe des 180. Längengrads verläuft, dürfen die 200.000 Einwohner als erste Neujahr feiern und kommen dank dieser globalen Pole-Position garantiert in die Zeitung. Vorsorglich wurden laut Tourismusbehörde fünf Pyrotechnik-Experten aus Neuseeland eingeflogen. Diese hätten in ihrem Heimatland erst eine Stunde später Gelegenheit gehabt, das neue Jahr zu begrüßen.

Abgesagt: Kein Feuerwerk am Skytower in Neuseelands Millionenstadt Auckland – aber eine Lichtshow

Während in Samoa diesmal wieder Böller und Raketen gezündet werden durften, spie im Archipel Tonga der Vulkan Hunga Tonga-Hunga Ha’apai geräuschvoll Asche und Gas in die Luft.

Weniger gefahrvoll war das Himmelsschauspiel in der australischen Metropole Sydney, das um 14.00 Uhr MEZ am berühmten Opernhaus gezündet wurde, dessen Silhouette neben der Hafenbrücke in keiner Silvesterreportage fehlen darf. Anders als im Vorjahr waren Zehntausende zahlende Zuschauer zugelassen – obwohl der Bundesstaat New South Wales, zu dem die Fünf-Millionen-Metropole gehört, kurz zuvor so viele Corona-Neuinfektionen verzeichnet hatte wie noch nie.

Sechs Tonnen Feuerwerk: An Silvester leuchtet der Himmel über der Hafenbrücke von Sydney

Aus Furcht vor dem Virus galten an etlichen Orten strenge Vorschriften: wo gefeiert werden darf und wie – wenn überhaupt -, und ob es statthaft ist, den allgemeinen Lärm zum Jahresausklang zielgerichtet zu vermehren.

In China etwa sagten mehrere Städte Feuerwerke und größere Festlichkeiten ab, darunter Peking und auch Wuhan,…