In seiner Predigt zum katholischen Fest der Gottesmutter Maria am Neujahrstag sagte der Pontifex im Petersdom: „Eine Frau zu verletzen, ist eine Beleidigung Gottes“. Mütter müssten gefördert und Frauen beschützt werden. Die Kirche sei Mutter, die Kirche sei Frau, sagte der Argentinier. „Mütter und Frauen blicken nicht auf die Welt, um sie auszubeuten, sondern um ihr Leben zu schenken.“ Genau das benötige die Welt in dieser Zeit voll Krisen und Kriege. Mütter wüssten, wie man Hindernisse und Konflikte überwinde, wie man Frieden stifte. Sie hätten einen realistischen Blick, der angesichts der Probleme nicht erstarre, sondern sie in einen größeren Zusammenhang stelle, sagte der Papst.

Beim anschließenden Mittagsgebet auf dem Petersplatz forderte Franziskus eindringlich mehr Friedensanstrengungen weltweit. Der 1. Januar ist seit 1968 katholischer Weltfriedenstag. Vom Fenster des Papstpalastes aus rief der Papst der Menschenmenge mit Blick auf Krieg, Flucht und Elend in der Welt zu, „Wir wollen Frieden.“ Es gebe keinen Grund, sich unterkriegen zu lassen und sich zu beschweren, sondern die Ärmel hochzukrempeln, um Frieden zu schaffen.

Eindringlicher Friedensappell des Papstes beim Angelus-Gebet am Neujahrstag

Der Papst zitierte aus seiner diesjährigen Botschaft zum Weltfriedenstag, wonach „Frieden geschaffen wird durch den Dialog zwischen Generationen, Bildung und Arbeit“. Ohne diese drei Elemente gebe es kein Fundament für ein friedvolles Zusammenleben.

qu/uh (dpa, afp, kna, epd)