Viel Länder leiden regelmässig unter einer Kältewelle, aber auch in Deutschland kann es zu extremer Kälte kommen. Schon nach fünf Minuten erleidet man dann Erfrierungen im Freien. Und: Der Tod in der Kälte kann sogar eintreten, wenn die Temperatur über null bleibt.

Was die Temperatur angeht, ist der menschliche Körper sehr empfindlich. Eine Unterkühlung tritt bereits bei kleinen Schwankungen der Heizung „Körper“ auf. Normalerweise liegt die Körperkerntemperatur bei 37 Grad, steigt sie nur um zwei Grad, erleben wir ein ausgewachsenes Fieber mit deutlichen Ausfallerscheinungen. Sinkt sie um zwei Grad, auf 35 Grad, erleben wir eine merkliche Unterkühlung.

Bei extrem tiefen Temperaturen geschieht das recht schnell. Eine gesunde Person, die nicht richtig gekleidet ist – aber auch nicht nackt herumläuft – kommt in nur 10 Minuten in den Bereich der Unterkühlung. Sinkt die Temperatur auf minus 40 bis 45 Grad Celsius kann eine Unterkühlung sogar schon nach nur 5 bis 7 Minuten einsetzen. So etwas passiert schnell. Etwa, wenn Personen gezwungen sind, ihr Auto zu verlassen, obwohl sie keine Schutzkleidung dabei haben.

Unterkühlung und Kälte lähmt das Denken

Das Gefährliche dabei: Es ist nicht nur die Muskulatur, die leidet. Der Rückgang der Körpertemperatur führt dazu, dass wichtige Organe, darunter auch Herz und Gehirn, nicht richtig arbeiten. Der Körper kommt in einen Schockzustand. Sinkt die Kerntemperatur nur um zwei Grad in den Bereich einer leichten Unterkühlung, dann treten Symptome wie Schwäche, Zittern und geistige Verwirrung auf.

Bei weiterer Abkühlung verschärfen sich diese Symptome. Sinkt die innere Temperatur auf 21 Grad, tritt der Tod ein. Bei Personen mit Herzschäden kann das weit früher geschehen. Andererseits haben auch einzelne Menschen eine noch tiefere Abkühlung überlebt. Ein großes Problem: Die Betroffenen ermatten…