von Gernot Kramper
31.12.2021, 10:41 Uhr

Ilse Hirsch war eine fanatische Anhängerin Hitlers. In den letzten Kriegstagen brachte sie ein SS-Kommando zu ihrem Opfer Franz Oppenhoff, dem von den USA eingesetzten Bürgermeister im befreiten Aachen.

Mit der Organisation Werwolf wollte die Führung des Dritten Reiches eine Art von Partisanenkrieg führen. Sie wurde im September 1944 von Heinrich Himmler gegründet, ihm war schon damals bewusst, dass die Alliierten bald deutsches Reichsgebiet besetzen würden. Ausgebildete und von geheimen Depots versorgte Trupps sollten Angst und Schrecken hinter den feindlichen Linien verbreiten.

Trainiert wurden die Soldaten zumindest pro forma von Otto Skorzeny, dem berühmtesten Kommandosoldaten des Reiches. Militärisch hatte das ganze Unternehmen keinerlei Bedeutung, es fanden sich kaum freiwillige Soldaten. Und erst recht war kaum jemand bereit, die Aufträge später dann im von Alliierten besetzen Gebiet durchzuführen. Doch die NS-Führung fand doch noch Freiwillige: fanatische Jugendliche.

Zweiter Weltkrieg

Kurt Knispel – der „schwarze Baron“ wurde vergessen und übergangen

9
Bilder

03.02.2021

Die Organisation wurde pompös und hierarchisch aufgebaut, es gab sogar einen „Reichs-Werwolf“. Alliierte Experten waren nach dem Krieg verwundert, wie wenig die Deutschen aus dem Partisanenkrieg gelernt hatten. Ein weiterer Punkt war aber auch, dass die Vorbereitung des Reiches auf den sogenannten Endkampf vielen dazu diente, einen echten Fronteinsatz in letzter Minute zu vermeiden. Es kam also vor, dass sich besonders kriegsmüde Männer bei diesen fanatischen Projekten engagierten. Die Werwölfe konnten weder die Niederlage Nazi-Deutschlands noch den Aufbau einer neuen Verwaltung verhindern. Nur vereinzelt führten sie Terrorakte durch.

Kampf um Aachen

Einer der berühmtesten war…