„Wie kann man einen Schlagzeuger am schnellsten aus dem Konzept bringen? Indem man ihm ein Notenblatt vorlegt.“ Dieser Drummer-Witz ist noch einer der harmloseren. Schlagzeuger gelten als dumm, laut, völlig unmusikalisch und nicht in der Lage, das Tempo zu halten. Eine Randgruppe unter Musikern also.

Dass das nicht der Wahrheit entspricht, beweisen unzählige Drummer, die Musikgeschichte geschrieben haben, die sehr wohl in der Lage sind, Noten zu lesen, Songs zu schreiben und Bandleader zu sein. Leuchtende Beispiele – von Ginger Baker bis Dave Grohl – sind in unserer Bildergalerie zu sehen. 

Seit 2008 wird, initiiert vom Landesmusikrat Schleswig-Holstein, ein Instrument des Jahres bestimmt und mit allerlei Förderungen und Veranstaltungen bedacht. Nach Oboe, Orgel oder Harfe ist mit dem Drumset nun ein wahrer Krachmacher an der Reihe, der in der klassischen Musik ein Nischendasein führt, in der Pop- und Rockwelt aber unverzichtbar ist. Funfact: Das Schlagzeug, so wie wir es heute kennen, ist gerade mal 100 Jahre alt.

Trommeln aus der ganzen Welt

Trommeln gibt es seit Menschengedenken. Zum Beschwören der Götter und Geister, als Heiltherapie, als Rhythmusinstrument beim Tanz, oder als Taktgeber. Überall auf der Welt gibt es traditionelle Trommeln verschiedenster Art, mit unterschiedlichen Formen und Klängen – von der irischen Bodhrán, der Darbuka aus Nordafrika, der westafrikanischen Djembé bis zu indischen Tablas, japanischen Taiko-Trommeln, südamerkanischen Timbas und karibischen Steel Drums. Viele der traditionellen Instrumente aus der Weltmusik haben auch westliche Pop- und Rockmusiker beeinflusst, die die Klänge dieser Trommeln in ihre Musik integriert haben.

Wie traditionelle Trommeln Popstars beeinflussen

Die königlichen Trommler aus Burundi

Karyenda nennt man in Burundi die Trommeln aus ausgehöhlten, mit Fell überzogenen Baumstämmen. Der rituelle Tanz zum Klang der Karyenda ist ein großes Spektakel und wird traditionell bei Geburten, Beerdigungen…