Vebeg-Versteigerung
Bundesmarine verhökert die Fregatte „Niedersachsen“ an den Höchstbietenden

Die „Neidersachsen“ in Vernbandsfahrt.

© Wikipedia / Commons

von Gernot Kramper
30.12.2021, 12:13 Uhr

Der Bund braucht eine alte Fregatte nicht mehr. Die „Niedersachsen“ liegt in Wilhelmshaven und wird im Januar versteigert.

Die Vebeg, eine bundeseigene Treuhandgesellschaft zur Verwertung von Eigentum des Bundes, versteigert nicht mehr benötigtes Gerät des Staates. Dort kann man ganz normale Autos kaufen, aber auch Feuerwehren und Militär-Lkws, Büroeinrichtungen und Anlagen zur Kanalinspektion. Doch nun ist ein ganz besonderes Stück im Angebot.

Die Marine versteigert per Gebot eine ausgewachsene Fregatte.

Schiff des Kalten Krieges

Die „Niedersachsen“, die nun den Besitzer wechseln soll, gehört zur Bremen-Klasse. Die Fregatten dieser Klasse waren die ersten expliziten Lenkwaffen-Schiffe der Bundeswehr.  Ab 1982 wurden acht Schiffe des Typs in Dienst gestellt, die „Niedersachsen“ war das zweite Modell.

US-Navy

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Die Fregatten waren Kinder des Kalten Krieges. Die Mehrzweckkampfschiffe waren mit Lenkwaffen ausgerüstet und sollten vor allem die Nachschublinien über den Atlantik vor sowjetischen U-Booten schützen. Dazu hatten sie auch zwei Hubschrauber vom Typ Sea Lynx an Bord. Nach dem Ende der Sowjetunion wurden die Schiffe für verschiedene Aufgaben benutzt. Die „Arbeitspferde“ nahmen an fast allen Einsätzen der Marine teil. Mangels eines modern ausgerüsteten Gegners fiel es nicht weiter auf, dass die Ausrüstung der Schiffe trotz einiger Modernisierungen zusehends veraltete. 2014 hatte die „Niedersachsen“ ihren letzten aktiven Einsatz (Operation Active Endeavour) und…