von Christine Leitner
30.12.2021, 19:44 Uhr

Sebastian Kurz kehrt Österreich beruflich den Rücken. Ihn zieht es weiter in die Arme einer umstrittenen Persönlichkeit. Medienberichten zufolge soll Kurz als Manager für den ehemaligen Trump-Berater Peter Thiel arbeiten. Was steckt dahinter?

Das Ermittlungsverfahren gegen Sebastian Kurz und seine Unterstützer ist noch nicht abgeschlossen, da setzt sich Österreichs Ex-Kanzler ins Ausland ab. Wie die „Kronen Zeitung“ und „Heute“ übereinstimmend berichten, soll der 35-Jährige künftig als „Global Strategist“ beim Investmentfonds Thiel Capital arbeiten. Das habe Kurz beiden Blättern gegenüber bestätigt. Dass sich Sebastian Kurz beruflich umorientiert, munkelte die Presse bereits seit Wochen. Anlass hierfür gaben unter anderem zwei Auslandsreisen in die USA und nach Irland.

Jüngsten Gerüchten zufolge soll Kurz künftig beim US-Datenanalysten Palantir tätig sein. Beide Unternehmen wurden von dem Tech-Investor und Milliardär Peter Thiel gegründet. Das Unternehmen dementierte die Gerüchte allerdings. „Sebastian Kurz wird nicht bei Palantir arbeiten“, wird Jan Hiesserich, Strategie- und Kommunikationschef von Palantir in Europa von österreichischen Medien zitiert. Solange das Ermittlungsverfahren gegen Kurz laufe, sei ein Engagement bei einem börsennotierten Konzern auszuschließen, berichtet das Blatt „Die Presse“. Eine Anstellung würde den Compliance-Regeln widersprechen.

In Österreich läuft derzeit noch ein Großverfahren gegen Kurz. Auslöser war eine umstrittene Vorstandsbesetzung bei dem Unternehmen Casino Austria. Mittlerweile ermittelt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) in zwei weiteren Faktenkomplexen. Zum einen soll Kurz im Juni 2020 vor dem Ibiza-U-Ausschuss falsch ausgesagt haben. Belastet wird der Ex-Kanzler zudem durch die Anschuldigung, sich 2016/17 an die Spitze der Österreichischen…