Alexandra Palace in London
Trotz zahlreicher Corona-Ausfälle: Darts-WM wird nicht abgebrochen

Die Nummer eins der Weltrangliste, Gerwyn Price, ist für eine Verschiebung der Darts-WM 

© Luke Walker / Getty Images

Der PDC-Verband will die Darts-WM im Londoner Alexandra Palace wie geplant vor vollen Zuschauerrängen zu Ende spielen lassen. Einige Spitzenspieler hatten zuvor Zweifel geäußert.

Topstars wie Weltmeister Gerwyn Price oder Ex-Champion Gary Anderson rufen nach einem vorzeitigen Abbruch der WM, der von einem positiven Corona-Test gestoppte Michael van Gerwen deckt schonungslos die Mängel des bereits eingestürzten Hygienekonzepts auf: Der Darts-Weltverband PDC befindet sich nach den heftigen Corona-Turbulenzen in seiner wohl schwersten Krise und muss nun in einem Themenfeld ran, in dem es mal nicht um Sport, Show und großes Entertainment geht. Sondern tatsächlich um die Frage, ob dieses mit knapp drei Millionen Euro dotierte Turnier mit dem geplanten Finale am 3. Januar wie vorgesehen beendet werden kann.

Die (vorläufige) Antwort lautet: So soll es sein. „Das Turnier wird wie geplant vor vollen Zuschauerrängen, wie von der britischen Regierung genehmigt, bis zu seinem Ende am 3. Januar fortgesetzt“, zitierte die „Bild“-Zeitung am Donnerstagnachmittag den Weltverband. Doch erhebliche Zweifel bleiben.

Darts-WM: Hygienekonzept massiv angeprangert

„Das Turnier sollte verschoben werden“, hatte Price via Instagram gefordert. Dies sei zwar wahrscheinlich nicht die beste Option, „aber eine Option, mit der ich einverstanden wäre“. Am Mittwochabend legte der schottische Routinier Anderson nach, nachdem er gegen Englands Ian White einen 0:3-Rückstand in ein 4:3 verwandelte. „Für mich ist das nicht richtig. Es wird so viel Durcheinander in der Weltrangliste geben in den nächsten Monaten“, kommentierte „The Flying Scotsman“.