WWF-Bilanz 
Haie und Kraniche gehören zu den Verlierern des Jahres

Überfischung, Lebensraumverlust und Klimawandel – dieses Trio ist für den schlechten Zustand vieler Haiarten verantwortlich. Foto: Antonio Busiello/WWF-US/dpa

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Momentan läuft das «größte Artensterben seit dem Ende der Dinosaurierzeit», heißt es vom WWF. Die Zahl der als bedroht geführten Tier- und Pflanzenarten erreicht in der Roten Liste einen Höchstwert.

Die Zahl der in der Roten Liste als bedroht eingestuften Tier- und Pflanzenarten ist auf über 40.000 angewachsen.

Das sind mehr als je zuvor, wie die Umweltschutzorganisation WWF zum Erscheinen ihrer jährlichen Bilanz der Gewinner und Verlierer im Tierreich betont. Angesichts der Entwicklung warnt der WWF vor «einer katastrophalen Zuspitzung des weltweiten Artensterbens». Das «größte Artensterben seit dem Ende der Dinosaurierzeit» sei im Gange. Lichtblicke gebe es dort, wo sich der Mensch intensiv für Natur- und Artenschutz einsetze.

«Beim Artenschutz geht es längst nicht mehr nur um die Beseitigung eines Umweltproblems, sondern um die Frage, ob die Menschheit nicht irgendwann auf der Roten Liste in einer Gefährdungskategorie landet und zum Verlierer ihrer eigenen Lebensweise wird», sagte Eberhard Brandes, geschäftsführender Vorstand beim WWF Deutschland. Stellvertretend für viele andere führen die Umweltschützer folgende Tierarten als Gewinner und Verlierer in ihrer Bilanz auf: 

Die Verlierer

Afrikanische Waldelefanten: Die Bestände des in Zentral- und Westafrika lebenden Waldelefanten brachen in den vergangenen 31 Jahren um 86 Prozent ein. Er gilt seit diesem Jahr offiziell als «vom Aussterben bedroht». Der kleinere Verwandte des Afrikanischen Elefanten spielt eine wichtige Rolle für den Erhalt der Wälder und damit auch für den Klimaschutz.