Vierschanzentournee
„Das ist Schlagdistanz“: Karl Geiger wird Fünfter bei Auftaktspringen

Sah nach seinem zweiten Sprung nicht gerade zufrieden aus: Karl Geiger

© Daniel Karmann / DPA

Im Regen von Oberstdorf gelingt Karl Geiger ein guter Tourneestart. Der nervenstarke Skispringer nährt die Hoffnungen auf den ersten deutschen Gesamtsieg beim Schanzenspektakel seit 20 Jahren. Der Vorjahres-Champion scheidet vorzeitig aus.

Karl Geiger schlug sich im strömenden Regen von Oberstdorf enttäuscht auf die Oberschenkel. Beim Interview-Marathon kurz nach einer fairen Umarmung für Sieger Ryoyu Kobayashi konnte der 28-Jährige seinen fünften Rang zum Auftakt der 70. Vierschanzentournee aber schon wieder positiv einordnen. „Fünfter Platz – ich sag’s mal so, das ist Schlagdistanz“, sagte Geiger mit Blick auf den knappen Rückstand von nur gut drei Metern auf Kobayashi. Geiger wahrte seine Chance auf den ersten deutschen Gesamtsieg bei der Tournee seit dem Triumph von Sven Hannawald vor 20 Jahren.

„Das war jetzt mal ein guter Einstand“

„Die Ausgangsposition ist immer noch gut und wir werden in Garmisch weiterreden“, sagte der Lokalmatador nach seinen Sprüngen auf 131,5 und 131 Meter vorausschauend auf das Neujahrsspringen. „Das war jetzt mal ein guter Einstand.“ Bundestrainer Stefan Horngacher bewertete das Resultat seines größten Hoffnungsträgers ebenfalls positiv. „Er ist sehr gut gesprungen“, sagte er. „Ich bin sehr zufrieden mit ihm. Er hat es super gelöst. Er ist nicht weit weg mit den Punkten.“

Dass Geiger eine Serie beendete, störte den Coach angesichts des knappen Rückstands nicht besonders. Seit der Saison 2017/18 hatte immer ein DSV-Adler beim Tournee-Auftakt einen Podestplatz erreicht. Hinter Überflieger Kobayashi belegten die Norweger Halvor Egner Granerud und Robert Johansson die Plätze zwei und drei.

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