Silvester
Feuerwerk-Absage: Jahres-Feinstaubbelastung kaum verändert

Feuerwerksraketen explodieren zwischen Wohnhäusern. In diesem Jahr wurde erneut ein Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper erlassen. Foto: Matthias Balk/dpa

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Zu viel Krach, Explosionsgefahren und Feinstaubbelastung – das sind die Argumente der Gegner des Silvesterfeuerwerks, das dieses Jahr wegen Corona weitgehend ausfällt. Für die Umwelt ist der Effekt aber sehr klein.

Der Ausfall des privaten Silvesterfeuerwerks wegen der Corona-Pandemie ist nach Einschätzung des Umweltbundesamtes für die mittelfristige Schadstoffbelastung in der Luft kein entscheidender Faktor.

In der Silvesternacht sei allerdings mit deutlich weniger Feinstaub und besserer Luft zu rechnen als bei früheren Jahreswechseln, so das Umweltbundesamt.

Für die Umwelt insgesamt sei Silvesterfeuerwerk nicht zwingend ein großes Problem, sagte ein Sprecher. «Im Vergleich zur ganzjährigen Belastung ist das nicht so relevant.» In den Stunden nach Mitternacht könne sehr viel Feinstaub in der Luft verteilt sein, später nehme die Belastung wieder ab. Wie schnell das gehe, hänge vom Wetter ab: Bei etwas Wind seien die Rückstände des Feuerwerks schnell verteilt und weggeweht.

Eine sogenannte Inversionswetterlage mit einer unbeweglichen Kaltluftschicht am Boden und ohne Wind könne aber zu stundenlangen Feinstaubbelastungen besonders in den Städten führen, sagte der Sprecher. Der einzelne Mensch könne sich dem aber gut entziehen, in dem er in der Silvesternacht weitgehend im Haus bleibe.

Das Umweltbundesamt fordere daher auch kein grundsätzliches Verbot von Silvesterfeuerwerk. Eine Einschränkung etwa auf große Feuerwerke auf zentralen Plätzen statt der vielen privaten Böllerei sei aber eine Möglichkeit, Feinstaub, Lärm und Müll…