Von Fruchtsaft bis Smoothie
Neue Pfandregeln ab 2022: Für diese Getränke müssen Sie künftig Pfand bezahlen

Ab 2022 gelten neue Pfandregeln in Deutschlands Supermärkten.

© Jochen Tack/ / Picture Alliance

Die Pfandpflicht gilt in Deutschland seit 2003 für Mineralwasser, Bier und kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke in Dosen. Ab dem 1. Januar 2022 wird diese Regelung erweitert. 

Deutschlands Pfandsystem wird weiter ausgebaut. Ab dem 1. Januar 2022 werden weitere Getränke ins Pfand-System integriert. Bislang galt die Pfand-Regelung für PET-Einwegflaschen bei Erfrischungsgetränken, Bier oder Biermischgetränken sowie Dosen. Nun soll künftig nicht mehr der Inhalt der Getränkeverpackung dazu führen, dass Pfand fällig wird, sondern die Verpackung. Mit dieser Novellierung des Verpackungsgesetzes wird ein EU-Gesetz umgesetzt.

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Konkret wird ab 2022 Pfand auf alle Plastikflaschen mit einem Volumen bis drei Liter fällig. Getränkedosen werden künftig immer mit Pfand belegt, unabhängig davon, welches Getränk abgefüllt wurde. So werden Fruchtsäfte, die in PE-Flaschen verkauft werden, künftig pfandpflichtig. Flaschen und Dosen, die bislang pfandfrei und schon im Umlauf sind, sind von der Regel ausgenommen. Es gilt eine Übergangsregel bis zum 1. Juli 2022. 

Pfand-System wird vereinheitlicht

Damit beendet der Gesetzgeber auch etwas absurde Regelungen. So waren Milch, Wein, Spirituosen, Cider, Energydrinks, Frucht- und Gemüsesäfte bislang ausgenommen. Das führte dazu, dass Säfte in Plastikflaschen ohne Pfand verkauft wurden, aber Saftschorlen…