Einkaufen im Internet
Beim Online-Lebensmittelhandel hinkt Deutschland hinterher

Beim Online-Lebensmittelhandel liegt Deutschland Experten zufolge massiv zurück – daran hat auch Corona nichts geändert. Foto: Oliver Berg/dpa

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Die Verbraucher in Deutschland sind begeisterte Online-Shopper, wenn es um Mode, Elektronik oder Reisen geht. Beim Lebensmitteleinkauf im Internet ist Deutschland jedoch Schlusslicht in Europa.

Die Verbraucher in Deutschland kaufen gerne im Internet ein. Wenn es um Mode, Elektronik oder Reisen geht, gehören sie nach eine aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens NielsenIQ sogar zu den Vorreitern des E-Commerce in Europa.

Nur in einem Bereich hinken sie hinterher: Bei Lebensmitteln und Konsumgütern wie Körperpflegeprodukten. Hier halten die meisten Menschen den Läden von Rewe, Edeka, Aldi, Lidl und Co. die Treue.

«Beim Onlinehandel mit Lebensmitteln und anderen Konsumgütern ist Deutschland das Schlusslicht in Europa», fasste der Handelsexperte Thomas Montiel Castro von NielsenIQ das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung der Marktforscher zusammen. «Deutschland liegt hier wirklich massiv zurück und daran hat auch Corona nichts geändert.»

Die Aussage verblüfft im ersten Moment. Denn im Online-Lebensmittelhandel in Deutschland ist derzeit gefühlt so viel los wie noch nie zuvor. Eine fast schon unübersehbare Zahl von neuen Lieferdiensten wie Gorillas, Flink oder Picnic drängt mit Hunderten Millionen Euro Wagniskapital im Rücken auf den Markt und macht den etablierten Lebensmittelhändlern Konkurrenz.

In immer mehr Städten kurven mittlerweile die kleinen Elektrowagen von Picnic und die Fahrradkuriere von Gorillas, Flink und Co. durch die Straßen und liefern Online-Bestellung ins Haus. Picnic beliefert nach eigenen Angaben…