CDU/CSU
Dobrindt sieht gemeinsames Gremium der Union skeptisch

Alexander Dobrindt ist CSU-Landesgruppenchef in der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. Foto: Michael Kappeler/dpa

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CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt steht einem gemeinsamen Entscheidungsgremium der Union kritisch gegenüber – dafür könnte es mehrere Gründe geben.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat sich skeptisch zur Bildung eines gemeinsamen Entscheidungsgremiums von CDU und CSU etwa für die Suche nach einem Kanzlerkandidaten geäußert. «Jede Bundestagswahl hat ihre eigene Gesetzmäßigkeit», sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Ein standardisiertes Verfahren mit einem standardisierten Gremium wird möglicherweise der Flexibilität und der Dynamik zwischen CDU und CSU nicht gerecht.»

Dobrindt zielte damit auf womöglich unterschiedliche Ansichten in den Landesverbänden der CDU, aber auch auf die Situation zwischen den Schwesterparteien und jene zur Unionsfraktion im Bundestag. «Auch ohne ein etabliertes, juristisch fixiertes Gremium zwischen CDU und CSU wird die Union 2025 einen Kanzlerkandidaten oder eine Kanzlerkandidatin stellen», versicherte der CSU-Politiker.

Machtkampf zwischen Söder und Laschet

Im April hatte es zwischen CSU-Chef Markus Söder und dem CDU-Vorsitzenden Armin Laschet einen zehntägigen Machtkampf um die Kanzlerkandidatur gegeben. Söder unterlag, Laschet wurde Kanzlerkandidat – auch gegen den Willen vieler CDU-Gliederungen. Der Unionswahlkampf war von zahlreichen Sticheleien Söders gegen Laschet belastet. Dieser kündigte nach dem Desaster bei der Bundestagswahl mit dem historisch schlechtesten Ergebnis an, er werde nicht mehr als Vorsitzender kandidieren. Um derartige Auseinandersetzungen künftig zu vermeiden, war die Bildung eines gemeinsamen Entscheidungsgremium von CDU und CSU ins Gespräch…