Rentensysteme in Europa
Mindestens 1200 Euro Rente: Warum es in den Niederlande keine Altersarmut gibt

Die Deutschen fürchten sich vor Altersarmut

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Laut einer Studie fürchten sich viele Deutsche vor Altersarmut. Dass die gesetzliche Rente im Alter ausreicht, glauben die wenigsten. In den Niederlanden sieht das anders aus. Was machen unsere Nachbarn besser?

Jeder zweite Deutsche fürchtet sich vor der Altersarmut – so lautet das Ergebnis einer Studie der Deutschen Bank. Demnach glaubt nur noch jeder Sechste, dass die staatliche Rente im Alter ausreicht. Also muss privat gespart werden, wenn man im Alter nicht arm sein will. Das wissen auch die meisten – und kommen dennoch nicht so richtig aus dem Knick.

Denn die Summen, die zur Seite gelegt werden, reichen nicht aus. So sparen die Deutschen laut der Studie rund 50 Euro im Monat, wobei sie glauben, dass es eigentlich 200 Euro sein müssten. Und: Sicher soll die Geldanlage sein. Also umschiffen die Sparer die Aktienmärkte und wählen Spar- oder Tagesgeldkonten mit Mini-Zinsen. Und so mehrt sich das Geld eben nicht von selbst. Im schlimmsten Fall werden einige Rentner trotz privater Altersvorsorge auf Grundsicherung  oder auf Grundrente angewiesen sein.

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Das Renten-Dilemma in Deutschland

Das Thema Rente ist in Deutschland ein Jahrzehnte altes Dilemma: Durch den demographischen Wandel müssen künftig immer weniger Junge immer mehr Alte durchbringen. Derzeit kommen auf 60 Rentner rund 100 Beitragszahler. In spätestens zehn Jahren wird dieser Wert 1:1 sein. Die Regierung kennt das Problem und schiebt schon heute Steuergeld in die Rentenkasse – und das nicht zu knapp. Rund ein Drittel aller Einnahmen wird für die Rente benötigt. Ein Irrsinnssystem, schon heute. Junge Menschen werden länger arbeiten und mehr einzahlen müssen. Ausreichen wird…