Internationale Beschwerde
Rammkurs – Elon Musks Rüpel-Satelliten zwangen Pekings Raumstation zu Ausweichmanövern

Mit diesem Start SpaceX Falcon 9 wurdne 53 Starlink Satelliten ins All gebracht.

© Picture Alliance

von Gernot Kramper
28.12.2021, 11:07 Uhr

Peking ist nicht amüsiert. Elon Musk Firma SpaceX will bis zu 12.000 Satelliten ins All bringen. Und schon jetzt gibt es Probleme mit dem Kurs der Starlink-Satelliten.

Elon Musk tritt gern als Enfant terrible mit provokanten Thesen auf. Nun soll er sich auch im Weltall als Rüpel entpuppt haben. Seine Satelliten sollen sich nicht um die Hausordnung im Weltall gekümmert haben. Peking hat sich bei den Vereinten Nationen beschwert, dass die chinesische Raumstation im letzten Jahr zwei Ausweichmanöver fliegen musste, um den Muskschen Starlink-Satelliten zu entgehen. In einem Bericht, den Peking im Dezember dem UN-Ausschuss für die friedliche Nutzung des Weltraums vorlegte, erklärte China, dass seine Raumstation im Juli und Oktober Maßnahmen zur Vermeidung von Kollisionen mit den Starlink-Satelliten ergriffen habe.

„China möchte den Generalsekretär der Vereinten Nationen bitten, die oben genannten Informationen an alle Vertragsstaaten des Weltraumvertrags weiterzuleiten“, heißt es in dem von der Ständigen Vertretung in Wien vorgelegten Bericht. Der Vorgang ist insofern ein Novum, weil der Weltraumvertrag zwischen Nationen abgeschlossen wurde und mit SpaceX nun erstmals auch private Unternehmen Objekte im Weltall platzieren. Die chinesische Beschwerde betont dann auch, dass die Vertragsparteien „internationale Verantwortung“ für nationale Aktivitäten tragen müssen, auch wenn sie von nicht staatlichen Einrichtungen im Weltraum durchgeführt werden.

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