Klimawandel
Rentiere in Lappland ziehen in den Süden

Viele in Lappland beheimatete Rentiere ziehen auf der Suche nach Nahrung immer häufiger weite Strecken in den Süden. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Rentiere können im Schnee Futter finden, im Eis hingegen nicht. Das Klima in ihrer Heimat vertreibt die Tiere nun.

Viele in Lappland beheimatete Rentiere ziehen wegen einer bestimmten Auswirkung des Klimawandels auf der Suche nach Nahrung immer häufiger weite Strecken in den Süden.

«Rentiere können kein Eis durchdringen, weil es zu hart ist und so ziehen sie weg auf der Suche nach Flächen, wo nur Schnee liegt», sagte der Forscher Jouko Kumpala vom finnischen Institut für natürliche Ressourcen dem Sender BBC, der am Sonntag über das Thema berichtete. Schnee könnten die Tiere leicht durchdringen und die Pflanzen darunter fressen.

Arktis erwärmt sich

Wegen der Erderwärmung kommt es dem Bericht zufolge mittlerweile häufiger als früher dazu, dass Schnee früher schmilzt oder Regen auf die Schneedecke fällt – was zu harten Eisplatten führt, wenn die Temperaturen fallen. Manche Rentiere legen Strecken von bis zu 100 Kilometern zurück, um Nahrung zu finden, wie Züchter der BBC berichteten.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich die Arktis im Zuge des Klimawandels mindestens doppelt so schnell erwärmt wie der Rest der Welt. Viele Samen, wie die indigene Bevölkerung Lapplands heißt, leben von der Rentierhaltung. Lappland umfasst den nördlichen Teil von Finnland, aber auch Regionen in Schweden und Norwegen.

Teure Rettungsaktionen

Einige der Züchter haben dem Bericht nach rund um die Uhr damit zu tun, die entlaufenen Rentiere wieder ausfindig zu machen. «Wir fahren Stunden um Stunden, um unsere…