Archäologie
Caligulas Legionskastell bei Amsterdam entdeckt

Die Serie „Britannia“ schildert die Eroberung der Insel durch Aulus Plautius. „Britannia“ wird auf Sky ausgestrahlt.

© PR

von Gernot Kramper
28.12.2021, 13:32 Uhr

Caligula wollte Britannien unterwerfen. Nun wurde eine große Festung entdeckt. Die Truppen dort sollten die Operation vor germanischen Überfällen schützen.

Der römische Kaiser Caligula (12 bis 41 n. Chr.) gilt als Paradebeispiel für den sogenannten Cäsarenwahn. Er plante, Britannien zu erobern, eine Aufgabe, an der der große Caesar gescheitert war. Dazu fasste Caligula große Mengen an Truppen an der Küste zusammen, in diesem Zusammenhang wurde auch ein befestigtes Lager für mehrere Tausend Soldaten in Velsen an einem Nebenfluss des Rheins angelegt, dessen Überreste nun freigelegt wurden.

Vorbereitungen unter Caligula 

Caligulas Eroberungsversuch im Jahr 40 n.Chr. scheiterte jämmerlich, als die Legionäre sich weigerten, die Schiffe zu besteigen. Kurz darauf wurde die Herrschaft des exzentrischen Kaisers gewaltsam beendet. Der Archäologe Dr. Arjen Bosman sagte dem „Guardian“: „Caligula kam, um die Vorbereitungen für die Invasion Englands zu treffen – um die gleiche militärische Leistung wie Julius Cäsar zu erbringen – aber um dort einzumarschieren und zu bleiben. Er konnte die Arbeit nicht zu Ende führen, da er 41 n. Chr. getötet wurde und Claudius 43 n. Chr. die Nachfolge antrat.“

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