Antike Kriegsführung
Die makedonische Phalanx – mit Hammer und Amboss schuf Alexander ein Weltreich

Szene aus aus dem Fim „Alexander“ von Oliver Stone

© PR

von Gernot Kramper
22.12.2021, 11:24 Uhr

Die makedonische Phalanx war eine Superwaffe der Antike. Mit ihr schuf Alexander sein Weltreich, erst die Römer wussten, wie man den griechischen Hammer besiegen konnte.

Geboren wurde die Phalanx aus der Not heraus. Anders war es auch kaum möglich, denn die tiefgestaffelte Formation erreichte ihre Wirkung als Kollektiv. Eine Kaste wohlhabender Elitekrieger hätten das Einordnen in die Masse stets abgelehnt. Als Philipp II. im Jahr 359 v. Chr. den makedonischen Thron bestieg, war das Land ziemlich heruntergekommen. Das Volk war verarmt, schlecht ausgerüstet und kaum ausgebildet. Um ein hervorragender Schwertkämpfer zu werden, war ein lebenslanges Training vonnöten. Also verfiel er auf eine andere Idee. Er rüstete seine Soldaten mit leichten Rüstungen aus und gab ihnen eine vier bis sechs Meter lange Lanze, die Sarissa. Für einen stolzen Adeligen war die Larissa eine undenkbare Waffe, denn für den Einzelkämpfer war sie vollkommen wertlos. Im Kampf Mann gegen Mann kann der Opponent den unhandlichen Langspieß umgehen und dann ungehindert den Träger attackieren, der zudem nur einen kleinen Schild trug. Die Larissa wirkte in der Masse. Wenn mehrere Reihen den Spieß senkten und dann Spitze neben Spitze wie bei einem stählernen Igel nach vorn ragte.

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Fotostrecke die makedonische Phalanx – 8 Bilder

8
Bilder

10.12.2021

Nur stark als Gruppe 

Die Länge der Spieße führte dazu, dass die Gegner die Makedonen mit ihren Schwertern nicht erreichen konnten. Wurde die Larissa mit dem stumpfen Ende im Boden abgestützt, konnte sie einen Angriff von Reitern und sogar Streitwagen auffangen. Um sie effektiv…