Presseschau

Corona-Gipfel
„Als ob das Virus eine Weihnachtspause einlegen würde“: Das Medienecho zu den neuen Corona-Maßnahmen

Bundeskanzler Olaf Scholz stellt die neuen Maßnahmen von Bund und Ländern gegen die Ausbreitung der Omikron-Variante vor.

© Bernd von Jutrczenka / POOL / AFP) / AFP

 Mit harten Maßnahmen wollen Bund und Länder nach Weihnachten gegen die Omikron-Variante vorgehen. Das begrüßen die Medien grundsätzlich – doch nicht allen kommen die Regelungen schnell genug. Weihnachtsferien kennt das Virus nicht.

Die Zahl der Impfungen steigt mit jedem Tag, die Inzidenz sinkt langsam aber stetig – und die neue Virusvariante Omikron ist auf dem Vormarsch. Bund und Länder sahen sich deshalb genötigt, die Corona-Maßnahmen in der vierten Welle noch einmal zu verschärfen. Ab dem 28. Dezember gelten auch für Geimpfte und Genesene Kontaktbeschränkungen. Aber reicht es, diese Maßnahme erst nach dem Weihnachtsfest einzuführen? Das sagt die Presse zu den Entscheidungen:

„Rhein-Zeitung“: „Die Politik sollte also nicht auf die hören, die sich gegen solidarisches Handeln entscheiden und dies auf die Straße tragen, sondern diejenigen ermutigen, die bereitwillig erneut geduldig in der Impfschlange warten. Wenn es einer „Silvesterruhe“, also etwa einem zweiwöchigem harten Lockdown bedarf, so wie es die Wissenschaft fordert, dann würde ein einheitlicher Beschluss sehr helfen. Ruhig, einmütig und klar vermittelt, um wenigstens optimistisch auf das Frühjahr 2022 zu blicken. Vielmehr bleibt auch gerade nicht.“

„Neue Osnabrücker Zeitung“: „Die Politik steckt – wie so oft in dieser Pandemie – erneut im Dilemma. Die zurückgehenden Infektionszahlen zeigen, dass 2G-Regeln und Impfkampagne Wirkung zeigen im Kampf gegen die Delta-Variante. Doch die sich erfreulich entwickelnden Zahlen erschweren gleichzeitig die Vorbereitungen auf die nächste Gefahr….