Der Hersteller des antiviralen Medikaments, der US-Pharmariese Pfizer, setzt große Hoffnungen in sein neues Mittel. Pfizer-Chef Albert Bourla erklärte, Paxlovid werde „die Art und Weise verändern, wie wir COVID-19 behandeln“. Das Medikament werde hoffentlich helfen, das Gesundheitssystem und Krankenhäuser zu entlasten.

Nach der Notfallzulassung durch die US-Arzneimittelbehörde FDA sollen mit Paxlovid Patienten ab zwölf Jahren behandelt werden, die positiv auf das Virus getestet wurden, milde bis mittlere Symptome und gleichzeitig ein großes Risiko für eine Verschlimmerung der Erkrankung haben. Es ist laut FDA das erste COVID-Mittel in den USA, das in Tablettenform verabreicht wird.

US-Regierung bestellt zehn Millionen Packungen

Das Medikament soll in den Vereinigten Staaten verschreibungspflichtig, aber kostenlos erhältlich sein. Die US-Regierung kaufte nach eigenen Angaben zehn Millionen Packungen für 5,3 Milliarden US-Dollar (4,7 Milliarden Euro). Präsident Joe Biden teilte mit, die ersten 250.000 Dosen seien im Januar verfügbar.

Präsident Joe Biden verspricht eine faire Verteilung von Paxlovid

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA unterstützte in der vorigen Woche den Einsatz von Paxlovid für Notfälle. Damit kann das Medikament in der EU noch vor seiner Zulassung verwendet werden. Die Entscheidung liegt bei den nationalen Behörden.

Nach Angaben des US-Herstellers von Anfang November verhindert die Pille erfolgreich schwere Krankheitsverläufe bei Hochrisikopatienten. Eine Zwischenanalyse von Testergebnissen ergab laut Pfizer, dass die Tablette das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen bei COVID-19-Patienten um 89 Prozent senke. Zu möglichen Nebenwirkungen gehörten eine Beeinträchtigung des Geschmackssinns, Durchfall, Bluthochdruck und Muskelschmerzen.

Corona-Impfung bleibt das Mittel der Wahl 

Experten sehen in Medikamenten wie Paxlovid ein neues Werkzeug im Kampf gegen die Pandemie. Sie sind aber im Vergleich zu vorbeugenden…