J.P. Morgan
200 Millionen Strafe wegen Whatsapp: Wie der Messenger eine Bank teuer zu stehen kommt

Die Banker setzten wie viele Menschen auf die Kommunikation per Whatsapp

© Aytac Unal / Picture Alliance

von Malte Mansholt
21.12.2021, 21:09 Uhr

In den USA hat die Investment-Bank J.P. Morgan empfindliche Strafen kassiert. Der Grund ist die Nutzung des beliebten Messengers Whatsapp.

Schnell mal ein Video in die Freundesgruppe, per Sprachnachricht Bescheid sagen, dass man später kommt oder unkompliziert Fotos teilen: Whatsapp ist bei Milliarden Menschen rund um den Globus das Mittel der Wahl, um mit anderen in Kontakt zu bleiben. Auch bei der US-Bank J.P. Morgan fand der Messenger seine Fans. Das hat dem Unternehmen nun zwei saftige Strafen eingebracht.

Die Großbank muss 200 Millionen Dollar (etwa 177 Millionen Euro) Strafe an zwei US-Behörden abdrücken, berichtet unter anderem „CNBC“. Demnach einigte sich J.P. Morgan mit der Börsenaufsicht SEC auf eine Strafzahlung von 125 Millionen Dollar, hinzu kam eine zweite Strafe der Handelskommission. Der Vorwurf ist bei beiden der gleiche: Mitarbeiter der Bank hätten den Messenger genutzt, um ihre Geschäfte zu verschleiern und die Dokumentarpflicht der Behörden zu umgehen.

Strenge Regeln

Der SEC zufolge hatte die Bank zugegeben, im Zeitraum von Januar 2018 bis November 2020 und eventuell schon zuvor die Verpflichtung verletzt zu haben, die geschäftliche Kommunikation der eigenen Angestellten vollständig zu dokumentieren. Angestellte hätten demnach Privatgeräte und Messenger genutzt, um Gespräche mit Kunden und Börsenmaklern zu führen. Das verstoße gegen US-Bundesrecht, so die Behörde. „CNBC“ zufolge müssen US-Finanzunternehmen ausführliche Aufzeichnungen über sämtliche geschäftliche Kommunikation aufbewahren, um nachweisen zu können, dass keine Gesetze gebrochen wurden….