Spielabbruch in Liga drei
Fan gesteht Beleidigungen – will aber anderen Spieler gemeint haben

Opfer rassistischer Beleidigungen: Aaron Opoku wird nach den Beleidigungen von Lukas Gugganig in die Kabine begleitet.

© Christof Koepsel / Getty Images

Wegen einer rassistischen Beleidigung wurde das Drittligaspiel zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück abgebrochen. Laut einem Medienbericht gestand ein Fan nun die Beleidigung, will aber einen anderen Spieler gemeint haben.

Es ist ein Novum im deutschen und europäischen Profifußball: Die Drittligapartie zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück wurde am Sonntag nach einer rassistischen Beleidigung in der ersten Halbzeit abgebrochen (Warum es endlich Zeit für diese Reaktion wurde, lesen Sie hier). Beim Ausführen eines Eckballs wurde Osnabrücks Aaron Opoku von einem Zuschauer verbal attackiert, Schiedsrichter Nicolas Winter brach die Partie daraufhin ab. Der Täter wurde von den Fans an die Sicherheitskräfte übergeben. Die Anhänger solidarisierten sich mit „Nazis raus“-Rufen mit dem Spieler. „Ich fand es super und überragend von beiden Fanlagern, was sie gerufen haben und wie sie sich solidarisiert haben“, sagte Sportdirektor Amir Shapourzadeh am Montag in einem Video-Interview der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Laut „Bild“ gestand der 55-jährige Täter gegenüber der Polizei,  einen Spieler mit den Worten „Du Affe kannst eh keine Ecken schießen“ beleidigt zu haben. Jedoch gab der Mann gegenüber der Polizei an, dass seine Worte nicht an Opoku, sondern an Osnabrücks Florian Kleinhansl gerichtet waren, der zum Zeitpunkt an der Eckfahne stand.

Ob es auch Affenlaute gab, ist derzeit noch unklar. Eine Polizeisprecherin sagte gegenüber der „Bild“, dass weiter ermittelt werde. Im Interview bei „Magenta Sport“ erklärte Schiedsrichter Winter, dass sowohl Opoku als auch Linienrichter Florian Schneider Affenlaute vernommen hätten….