Immobilien
Immobilien-Gutachter: Preisspirale dreht sich weiter

Hamburger Stadtpanorama. Für Häuser, Wohnungen und Grundstücke müssen die Menschen in Deutschland immer tiefer in die Tasche greifen. Foto: Jonas Walzberg/dpa

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Daran hat bislang auch Corona nichts geändert: Der deutsche Immobilienmarkt verzeichnet wieder einen Rekordumsatz. Für Kaufinteressenten wird es nicht einfacher.

Für Häuser, Wohnungen und Grundstücke müssen die Menschen in Deutschland immer tiefer in die Tasche greifen.

Von 2010 bis 2020 sind gebrauchte Eigentumswohnungen 85 Prozent teurer geworden, Ein- und Zweifamilienhäuser 75 Prozent, Baugrundstücke etwa 65 Prozent, wie aus dem Marktbericht der amtlichen Gutachterausschüsse hervorgeht. Die Corona-Krise habe an dem Trend nichts geändert. «Ein Ende der Preisspirale ist nicht in Sicht.»

Die Ausschüsse werten jährlich rund eine Million notarielle Kaufverträge aus. Demnach floss 2020 so viel Geld in deutsche Immobilien wie nie: 310 Milliarden Euro. Mit einem Plus von einem Prozent wuchs die Summe aber nicht so stark wie in den Vorjahren.

Für zwei Drittel des Geldes kamen Wohnimmobilien in neue Hände. Für gebrauchte Eigentumswohnungen bezahlten Käuferinnen und Käufer im vergangenen Jahr durchschnittlich 1940 Euro je Quadratmeter. Für Ein- und Zweifamilienhäuser waren es 2140 Euro, für Wohnbaugrundstücke 165 Euro.

Starkes Gefälle

Dabei wachsen die regionalen Unterschiede. In München und dem Umland kosten Häuser im Durchschnitt rund 11.000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Im thüringischen Kyffhäuserkreis genügen dagegen 500 Euro, genauso im Kreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt.

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