Immobilienkäufer können Wohnungen oder Häuser derzeit günstig finanzieren – dank der Niedrigzinsen. Das Geschäft mit Baufinanzierungen boomt, beweist eine Studie. Jetzt aber dürften Kredite teurer werden.

Die Bauzinsen werden nicht auf ewig so günstig sein, das ist wohl vielen Immobilienkäufern klar. Bereits im neuen Jahr müssen sie sich nach Einschätzung von Experten auf etwas höhere Kreditkosten einstellen. Denn mit dem Anstieg der Inflation dürften die Bauzinsen steigen – wenn auch von niedrigem Niveau.

Experten raten Immobilienkäufern, sich günstige Konditionen lange zu sichern. Unterdessen hat sich der Boom bei Baufinanzierungen in Deutschland fortgesetzt, wie eine am Montag veröffentlichte Studie der Beratungsgesellschaft PwC zeigt.

Bei Immobilienkrediten stehe ein weiteres Rekordjahr bevor, heißt es darin. Demnach ist das Neugeschäft von Banken und Sparkassen mit Baufinanzierungen von Januar bis Oktober auf 235 Milliarden Euro gestiegen. Im Vorjahreszeitraum waren es 228 Milliarden Euro.

Noch sind die Bauzinsen sehr niedrig

Der Bestand der Baufinanzierungen legte in den ersten zehn Monaten auf 1,47 Billionen Euro zu und übertrifft laut Angaben damit bereits das Volumen im gesamten Jahr 2020 (1,39 Billionen). „Niedrige Zinsen, eine hohe Sparquote und steigende Inflationsraten dürften sich weiter günstig auf den Wachstumstrend bei Baufinanzierungen auswirken“, sagt Tomas Rederer, Partner bei PwC Deutschland.

Für Immobilienkäufer dürften Kredite aber bald teurer werden. „Ich rechne damit, dass die Zinsen für Baufinanzierungen im kommenden Jahr um 0,25 bis 0,5 Prozentpunkte steigen“, sagt Max Herbst, Gründer der Frankfurter FMH-Finanzberatung. Doch selbst bei einem Anstieg der Bauzinsen in diesem Bereich seien die Konditionen „traumhaft“. Zinsen von mehr als drei Prozent…