Ratgeber von Stiftung Warentest
„Legaler Steuertrick“: Warum Sie vor der Elternzeit die Steuerklasse wechseln sollten

Wann sich der Steuerklassenwechsel für die Elternzeit lohnt

© miodrag ignjatovic

Verheiratete Paare sollten vor der Elternzeit ihre Steuerklassen prüfen und wechseln, raten die Experten der Stiftung Warentest. Denn so könnten sie das Elterngeld deutlich erhöhen – um mehrere Tausend Euro. Allerdings muss man sehr schnell sein.

Das Elterngeld soll es beiden Elternteilen ermöglichen, sich um den Nachwuchs zu kümmern. Dafür gibt es Geld vom Staat. Allerdings hat die Wahl der Steuerklasse einen großen Einfluss darauf, wie viel Geld wirklich bei Vätern und Müttern ankommt, hat die Stiftung Warentest errechnet und rät: Verheiratete Paare sollten dringend die eigene Steuerklasse prüfen. So könne sich das Elterngeld deutlich erhöhen.

Die Steuerklasse beeinflusst, wie viel Netto vom Brutto übrigbleibt. Und da sich das Elterngeld am Nettogehalt orientiert, hat die Steuerklasse direkten Einfluss auf das Geld, was in der Elternzeit zur Verfügung steht. Kurz gesagt: „Derjenige Eltern­teil, der nach der Geburt zu Hause bleibt und Eltern­geld beziehen wird, sollte in eine für ihn güns­tige Steuerklasse wechseln“, schreiben die Experten von der Stiftung Warentest. Dieser Trick, um mehr Elterngeld rauszuholen, wurde 2009 vom Bundessozialgericht durchgewunken. Die Stiftung Warentest schreibt von einem „ganz legalen Steuerklassen-Trick“.

Steuerklasse wechseln: Meist ist der Mann steuerlich bevorzugt

Dass diese „Trickserei“ überhaupt nötig ist, liegt leider immer noch an dem Umstand, dass meist der Mann deutlich besser verdient als die Frau. Bringt ein Ehepartner mindestens 60 Prozent des Haushaltbruttoeinkommens nach Hause, sollte derjenige in normalen Zeiten die günstige Steuerklasse 3 wählen. Will nun die Frau länger…