Bernd Grimmer
AfD-Landtagsabgeordneter an Corona-Infektion gestorben

Bernd Grimmer, AfD-Landtagsabgeordneter in Baden-Württemberg

© Bernd Weißbrod / Picture Alliance

Er bezeichnete Berichte über die Coronapandemie als „Panikmache“ – nun ist der baden-württembergische AfD-Abgeordnete Bernd Grimmer selbst an einer Virusinfektion gestorben.

Mit 71 Jahren ist der baden-württembergische AfD-Landtagsabgeordnete Bernd Grimmer an Covid-19 gestorben. Er erlag in der Nacht zum Sonntag seiner Erkrankung, sagte ein Sprecher seines Kreisverbands Pforzheim-Enz der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Zuvor hatte die „Pforzheimer Zeitung“ berichtet.

„Mit großer Bestürzung haben wir erfahren, dass unser geschätzter Landtagsabgeordneter Dr. Bernd Grimmer verstorben ist“, heißt es in einer Mitteilung des AfD-Landesvorstands. Die Landesgruppe würdigte Grimmer als „Mitglied der ersten Stunde“ sowie als „kompetenten Ökonomen“. Grimmer war Vorsitzender des Kreisverbands Pforzheim-Enz. 2016 wurde er zum ersten Mal in den Stuttgarter Landtag gewählt und holte damals für die Landespartei das erste Direktmandat.

Bernd Grimmer beklagte Corona-„Panikmache“

In den vergangenen Monaten hatte Grimmer die Corona-Maßnahmen der Regierung wiederholt scharf kritisiert. Im September schrieb er auf seiner Facebookseite, das „Corona-Regime“ könne „nur noch als krank bezeichnet“ werden. Zudem beklagte er „Alarmismus“ und „Panikmache“ durch die Medien. 

Den Umgang Schwedens, das seit Beginn der Pandemie nur vergleichsweise milde Maßnahmen einsetzt, bezeichnete Grimmer noch im August als „angemessen“.

Sein Mandat im Landtag übernimmt nach Angaben der AfD Alfred Bamberger.

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AFP

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