Verbraucherzentralen
Heizkostenzuschuss vor Weihnachten anstoßen

Die neue Bundesregierung will kurzfristig einen einmalig erhöhten Heizkostenzuschuss zahlen. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

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Viele Familien kämpfen ohnehin schon mit hohen Stromrechnungen und Heizkosten. In diesem Jahr ist es wegen der hohen Energiepreise besonders schlimm.

Verbraucherschützer fordern eine rasche Entlastung Bedürftiger von den hohen Energiepreisen.

Die neue Bundesregierung solle den versprochenen erhöhten Zuschuss zu den Heizkosten idealerweise noch vor Weihnachten auf den Weg bringen, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur. In jedem Fall gelte: «Diese Maßnahme gehört in das 100-Tage-Programm der Bundesregierung, für die bedürftigen Menschen hier zu einer Abfederung zu kommen.»

Angesichts der zuletzt rapide gestiegenen Energiepreise haben SPD, Grüne und FDP in ihrem Koalitionsvertrag versprochen: «Wir werden das Wohngeld stärken, eine Klimakomponente einführen und kurzfristig einen einmalig erhöhten Heizkostenzuschuss zahlen.» Die Heizkostenpauschale ist Teil des Wohngelds, das an Haushalte mit niedrigem Einkommen ausgezahlt wird. Ende 2020 profitierten bundesweit rund 618.200 Haushalte von dieser Sozialleistung. Die Höhe hängt vom Einkommen, der Haushaltsgröße und den Miet- beziehungsweise Wohnkosten ab.

Zuletzt waren vor allem die Kosten für Strom und fürs Heizen explodiert. Dem Vergleichsportal Verivox zufolge verteuerte sich Energie binnen eines Jahres um 35 Prozent. «Noch nie zuvor mussten private Haushalte so viel für Heizung, Strom und Sprit bezahlen», hieß es. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) griff das Thema in seiner ersten Regierungserklärung auf. «Gerade in Zeiten steigender Energiepreise werden wir darauf achten, dass Energie kein Luxusgut wird»,…