Kaisergrab
Kosmische Strahlen sollen das Grab des geheimnisvollen ersten Kaisers unter seiner Terrakotta-Armee aufspüren

Etwa 8000 Mann schützten den Kaiser.

© Wei Bo/ / Picture Alliance

von Gernot Kramper
19.12.2021, 19:32 Uhr

Bis heute bewachen die Terrakotta-Soldaten das Grab ihres Kaisers. Chinesische Wissenschaftler haben nun einen Myonen-Detektor im Mini-Format entwickelt. Damit wollen sie die Grabkammer in der Tiefe der Nekropole aufspüren.

Peking steht vor einem Problem: Wie kann man die inneren Geheimnisse der Grabanlagen des ersten Kaisers Qin Shi Huang erforschen, ohne die Terrakotta-Armee, die ihn bewacht, zu zerstören?

In den Anfängen der Archäologie waren die Sucher ziemlich skrupellos. Wenn sie auf der Suche nach einem Schatz oder Königsgrab waren, wurden die Schichten darüber rücksichtslos abgetragen. So wollen die Chinesen heute nicht vorgehen. Die Funde werden nur dann freigelegt, wenn garantiert ist, dass sie auch bewahrt und konserviert werden können. Heute schätzt man, dass der Kaiser von etwa 8000 Mann umgeben wurde. 2000 wurden bereits ans Licht gebracht. 

Atrchäologie

Fotostrecke die Terrakottaarmee des Kaisergrabes – 7 Bilder

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17.12.2021

Die Umgebung bewahrte die Farbenpracht

„Als die Keramikfiguren zum ersten Mal ausgegraben wurden, waren sie meist farbig, mit roten Gürteln und dunkler Rüstung, aber es fehlte uns damals an Konservierungsfähigkeiten und die Farben verblassten“, so der Archäologe Liu Zheng.

Aber trotz des enormen Aufwands – es kursieren Videos, die Hunderte von Konservatoren bei der Arbeit zeigen – ist überhaupt nicht abzuschätzen, wann die riesige Anlage freigelegt sein wird. Über 40 Jahre arbeiteten Hunderttausende an der Totenstadt, sie ist 70-mal so groß wie der Sitz des Kaisers in Peking – die…