Podcast

„Die Stunde Null“
Wie Marc Fielmann die Optikerkette umbaut und durch die Pandemie steuert

Marc Fielmann ist Vorstandsvorsitzender der gleichnamigen Optikerkette

© Carsten Koall/ / Picture Alliance

Seit zwei Jahren steht Gründersohn Marc Fielmann allein an der Spitze des Optikerimperiums, mit gerade mal 32 Jahren. Er treibt die Auslandsexpansion voran und die Digitalisierung – können wir bald Brillen komplett online bestellen?

Von Lucile Gagnière

Eine Brille online bestellen? Warum nicht – heutzutage kann man beinahe alles online bestellen, vom T-Shirt hin zum Abendessen. Dennoch ist die Sache komplizierter, „weil es gewisse Messungen gibt, den Sehtest, die Anprobe, die Einarbeitung der Brillengläser, was sie online eben noch nicht leisten können“, sagte Marc Fielmann im Podcast „Die Stunde Null“. Zumindest nicht in der Qualität.

Der Sohn des Unternehmensgründers Günther Fielmann steht seit zwei Jahren allein an der Spitze des Familienunternehmens, mit gerade mal 32 Jahren. Seitdem expandiert er im Ausland, treibt die Digitalisierung voran – und musste Fielmann durch die Corona-Pandemie steuern, wo der Augenoptiker, so der Chef, „mit einem blauen Auge“ davongekommen ist. In diesem Jahr wächst das Unternehmen kräftig, nach den letzten Prognosen soll der Umsatz von 1,4 auf 1,7 Milliarden Euro steigen. 

Herausforderung Digitalisierung

Für Marc Fielmann war die Pandemie auch eine Form der Reifeprüfung, die Krise sieht er als „Bewährungsprobe“. Er habe viel Lob und Anerkennung von langjährigen Mitarbeitern für das Krisenmanagement bekommen. Die vierte Welle spürt der Augenoptiker. „Die Frequenzen gehen zurück“, so Fielmann. Aber es sei nicht akut oder „dramatisch“.

Fielmann setzt seit einigen Jahren verstärkt auf Online, was viel mehr heißt als E-Commerce. Der Optiker…