Konjunktur
Ifo-Geschäftsklima fällt auf tiefsten Stand seit Februar

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Dezember erneut verschlechtert. Foto: Christoph Soeder/dpa

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Handel und Gastronomie fürchten angesichts strengerer Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie um das Weihnachtsgeschäft. Insgesamt trübt sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft weiter ein.

Die vierte Corona-Welle, Unsicherheiten wegen der Omikron-Virusvariante und Lieferengpässe verderben der deutschen Wirtschaft die Stimmung vor Weihnachten. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im Dezember das sechste Mal in Folge.

«Die verschärfte Pandemielage trifft konsumnahe Dienstleister und den Einzelhandel hart», erläuterte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Bank-Volkswirte gehen davon aus, dass Europas größte Volkswirtschaft im Winterhalbjahr schrumpft, bevor es im Frühjahr wieder aufwärts gehen soll. Die Deutsche Bundesbank rechnet mit einem schwächeren Wachstum in diesem und im kommenden Jahr und einer höheren Inflation als im Sommer angenommen.

Die deutsche Wirtschaft schrumpft

«Der Aufschwung verschiebt sich zeitlich etwas nach hinten», sagte der scheidende Bundesbankpräsident Jens Weidmann. Im laufenden Jahr erwartet die Notenbank ein reales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,5 Prozent. Im Juni war sie noch von einem kalenderbereinigten Plus von 3,7 Prozent ausgegangen. Für 2022 wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung von 4,2 Prozent erwartet (Juni-Prognose: 5,2 Prozent). Die Bundesbank-Experten sind für das kommende Jahr damit etwas optimistischer als viele Wirtschaftsforschungsinstitute, die mit einem Wachstum von weniger als 4 Prozent rechnen.

Christoph Swonke, Konjunkturexperte der DZ Bank, sprach mit Blick auf das kommende Jahr von einem «wirtschaftlichen Stotterstart. Der Konjunkturmotor dürfte erst ab…