Hamburger SV: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Bakery Jatta

Wegen angeblichen Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz und einer Falschbeurkundung hat die Staatsanwaltschaft nun HSV-Spieler Bakery Jatta angeklagt.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat Anklage vor dem Jugendrichter des Amtsgerichts Hamburg-Altona gegen Bakery Jatta vom Hamburger SV erhoben. Das teilte die zugehörige Pressestelle am Montag mit.

„Dem Angeschuldigten werden Vergehen gegen das Aufenthaltsgesetz in vier Fällen sowie in einem weiteren Fall mittelbare Falschbeurkundung vorgeworfen“, gab die Staatsanwaltschaft Hamburg bekannt. Der Auffassung der Behörde zufolge soll es sich beim HSV-Profi um Bakary Daffeh handeln.

Ja

Jatta soll Daffeh heißen

Er soll im Sommer 2015 ohne Pass und Aufenthaltstitel als Flüchtling über Italien nach Deutschland eingereist sein und sich am 18. August 2015 beim Bremer Amt für Soziale Dienste als „Bakery Jatta, geboren am 06.06.1998“, ausgegeben haben. „Damit wollte er laut Anklage erreichen, dass ihm wegen der behaupteten Minderjährigkeit und des sich daraus ergebenen Abschiebehindernisses eine Duldung erteilt wird“, heißt es in der Mitteilung.

Tatsächlich soll der Angeschuldigte aber bereits unter seinen Echtpersonalien Bakary Daffeh, geboren am 06.11.1995, bei verschiedenen afrikanischen Klubs als Fußballprofi tätig gewesen sein.

Die Anklage gegen den HSV-Profi wird vor dem Jugendgericht erhoben, da er im fraglichen Zeitraum teils Heranwachsender, teils Erwachsener gewesen sein soll. Bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens gilt die Unschuldsvermutung.

Erste Ermittlungen bereits im Jahr 2019

2019 hatte der „Fall Jatta“ bundesweit für viel Aufsehen gesorgt. Die Sport Bild hatte mit einem Bericht Zweifel an Jattas…